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Der Skulpturenweg in Salzgitter-Bad wird zur Trainingsstrecke

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13:29 07.12.2020
Der Skulpturenweg in Salzgitter-Bad eignet sich für Anfänger als abwechslungsreiche Trainingsstrecke. Quelle: mas
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Salzgitter

Corona und der Sport. Auch in der Pandemiephase sollte außer gesunder Ernährung und Stressabbau sollte auch maßvolle sportliche Betätigung als wichtiger Bestandteil zur Gesunderhaltung gehören. Doch viele Trainingsstätten sind geschlossen. Gerade der Ausdauersport, das Walken, Joggen, Radeln oder einfach Spazierengehen dient vielen als probates Mittel. Der eine oder andere hat den Sport auch beim ersten Logdown wiederentdeckt.

Sport ist kein Wundermittel gegen das heimtückische Corona-Virus, aber er stärkt die Immunabwehr des Körpers. Und gerade in dieser Zeit macht scheinbar Not erfinderisch, wie man anhand mancher sportlicher Aktivitäten beobachten kann. Nach dem Motto „geht nicht, gibt’s nicht“ leben viele Vereins- und Hobbysportler durch viele kreative Aktionen vor.

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Da machte der SV in Gebhartshagen seinen „Glücklauf“ virtuell und stellt im Netz Sieger und Platzierte vor. Die Übungsleiter der Leichtathletik-Clubs haben Gymnastikclips an die Athleten geschickt, es gibt Trainingspläne als Hausaufgabe. Selbst für Traditionsveranstaltungen wie den Adventslauf und den Silvesterlauf gibt es schon alternative Absprachen, in Duos um den See oder durch den Vöppstedter Forst zu joggen.

Dauerlauf, Walken, Spaziergänge

Was lässt sich tun gegen den Corona Blues? Für manche könnte sanfter Ausdauersport vielleicht sogar gepaart mit einem Schuss Kultur in der Natur ein Anreiz sein, das Sofa zu verlassen. Lockerer Dauerlauf, Walken oder Spaziergänge lassen sich durchaus kreativ gestalten. Ausdauer Sport ist kein Allheilmittel, aber das wohl preiswerteste Medikament zur Gesunderhaltung. Der Körper schüttet bei maßvoller Bewegung vermehrt Endorphine aus, die bekanntermaßen als Glücks Hormone gelten und all dies verstärkt sowohl das physische als auch psychische Wohlbefinden und das ist es doch das was wir in dieser Zeit suchen.

Einige Sportler aus dem Süden Salzgitters haben ihr Training abwechslungsreicher und ganzheitlicher gestaltet. Es beinhaltet kräftigende und koordinative Elemente, die zwar kein völliger Ersatz für geschlossene Trainingseinrichtungen sind, aber doch einiges bieten, vielleicht auch Anregung für andere sein können. Beim „Run and Stay“, wie es die Aktiven um Leichtathlet Manfred Spittler nennen, machen sich die Läufer auf den etwas anderen Weg, einmal Sport und Kultur zu paaren.

Sie machten den Skulpturenweg zu ihrer Trainingsstrecke. Es ist Laufen oder Walken auf dem Skulptureweg unterbrochen von Stopps mit Funktionsgymnastik an einigen der stählernen Kunstwerke. Start der gut acht Kilometer langen Strecke ist am Thermalbad, dann geht’s vorbei am „Kuss“ der ersten von neun Skulpturen weiter in den Greifpark.

Sieben Übungen

Die Übungsstopps beginnen am „Glacier“ – einer Reihe aufeinander geschichteter Stahlringe – mit dem Banksteigen. Über den Birkenweg bis zum Ende an der Friedrich-Ebert-Strasse führt die Strecke auf den Mahner Berg vorbei an Reitanlage und Golf-Clubhaus zum Kunstwerk „Opus Magnum, wo nach gut drei Kilometern folgt eine Yogaübung zum Dehnen der Faszien folgt. Am Speckenberg vorbei ist die Skulptur „Sonne, Mond und Himmel“ das nächste Ziel, hier wird im Einbeinstand der Gegenarm zum Himmel gereckt.

Vorbei am Unionsportplatz und der „Himmelsleiter“ wartet mit gegenläufigem Armkreisen die vierte Fuktionseinheit an der Skulptur „Auf Ab Auf“. Dann führt der Weg als fünfte Übung im Hopserlauf wieder zur Himmelsleiter vorbei und über den Sparkassenweg vorbei an der Waldgaststätte Hasenspring und über den ehemaligen Trimmpfad wieder in Richtung Thermal Solebad. An der Skulptur „Der Kopf“ heißt es Schulter und Nacken dehnen und mobilisieren (Übung „6“). Noch ein Stück im Trab zur letzten Station, der „Shadow Dimension“. Mit einem Blick auf den überdimensionalen Rahmen stehen zum Abschluss noch ein paar Rückwärtsstütze auf der Bank an.

Von Manfred Spittler