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DGB richtet in Salzgitter eine Gedenkstunde zum Antikriegstag aus

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17:54 16.08.2021
Der DGB lädt ein zur Gedenkstunde auf den Friedhof Jammertal in Salzgitter-Lebenstedt.
Der DGB lädt ein zur Gedenkstunde auf den Friedhof Jammertal in Salzgitter-Lebenstedt. Quelle: rk
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Salzgitter

Für die Gewerkschaften ist der Antikriegstag ein besonderer Anlass zur Mahnung und des Erinnerns. Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung Europas und der Welt vom Faschismus jähren sich zum 76. Mal. Die zentrale Gedenkveranstaltung der DGB-Region SüdOst-Niedersachsen beginnt am Mittwoch, 1. September, um 17 Uhr auf dem Friedhof Jammertal in Lebenstedt.

Yasemin Rosenau, Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Salzgitter, eröffnet die Gedenkveranstaltung. Frank Klingebiel (Oberbürgermeister) spricht das Grußwort für die Stadt. Beiträge kommen auch von Jill Höwing (JAV Salzgitter Flachstahl) und Ozan Inci (JAV Volkswagen), Hauptrednerin ist Susanne Wiedemeyer, stellvertretende Vorsitzende im DGB-Bezirk Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt. Für den musikalischen Rahmen sorgt Hannes Salzmann (Gesang und Gitarre). Bereits um 15.30 Uhr bietet der Arbeitskreis Stadtgeschichte eine Themenführung zur Erinnerung an die sowjetischen Opfer auf dem Friedhof Jammertal an.

Am Dienstag, 31. August, findet auf dem Hauptfriedhof in Wolfenbüttel eine gemeinsame Gedenkveranstaltung des DGB-Kreisverbandes sowie des SPD-Stadtverbandes statt. Um 17 Uhr werden Kränze an der Gedenkstätte der Opfer des Faschismus sowie am sowjetischen Ehrenmal niedergelegt. Es sprechen Bertold Brücher (DGB-Kreisverbandsvorsitzender) und Lennie Frederik Meyn (Vorsitzender SPD-Stadtverband). Treffpunkt ist die Kapelle auf dem Hauptfriedhof.

In der Erklärung des DGB zum Antikriegstag heißt es: „Die Bilanz der aktuellen Bundesregierung ist ernüchternd. Deutschland steht auf dem siebten Platz der Länder mit den größten Rüstungsausgaben. Unter den Top-Ten-Staaten weist der deutsche Verteidigungshaushalt mit einem Plus von über fünf Prozent die größten Zuwachsraten auf. Für das laufende Jahr liegt er bei knapp 47 Milliarden Euro.“

Laut Gewerkschaftsbund benötige das Land „die Rüstungs-Milliarden dringend für andere Zwecke“. Im Zuge der Corona-Krise hätten sich die sozialen Ungleichheiten und die Verteilungskonflikte in Deutschland und weltweit verschärft. „Auch jenseits der Auswirkungen der Pandemie zeigt sich, wie sehr wir auf einen starken und solidarischen Sozialstaat angewiesen sind, der über solide Finanzierungsgrundlagen verfügt“, schreibt der DGB. Zur der Bundestagswahl am 26. September kündigt er an, die nächste Bundesregierung in die Pflicht zu nehmen: „Wir erwarten von allen an der Regierung beteiligten Parteien, dass sie klar Position beziehen – für Abrüstung und Entspannung.“

Von Roland Weiterer