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Salzgitter Bei der Salzgitter AG läuft es besser denn jemals zuvor
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Bei der Salzgitter AG läuft es besser denn jemals zuvor

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12:53 15.11.2021
Die Funken sprühen im Stahlwerk: Die Salzgitter AG dürfte 2021 einen Gewinnrekord einfahren.
Die Funken sprühen im Stahlwerk: Die Salzgitter AG dürfte 2021 einen Gewinnrekord einfahren. Quelle: rk
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Bei der Salzgitter AG laufen die Geschäfte besser denn je. Der Konzern verzeichnete nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 604,5 Millionen Euro Gewinn vor Steuern. „Haupttreiber hierfür waren die bis in den August hinein dynamisch anziehenden Erlöse, die sich vor allem auf die Ergebnisse der Geschäftsbereiche Flachstahl und Handel auswirkten“, heißt es in einer Pressemitteilung. Letzterer habe das höchste Quartals- und Neunmonatsergebnis seiner Geschichte erzielt. Die Beteiligung an der Aurubis AG lieferte abermals einen „sehr erfreulichen Ergebnisbeitrag“ (133,5 Millionen Vorsteuergewinn).

Der Außenumsatz des Unternehmens verbesserte sich vor allem infolge der positiven Entwicklung der Walzstahlpreise auf mehr als sieben Milliarden Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahr (5,26 Milliarden). Der Gewinn nach Steuern summiert sich auf 467,7 Millionen Euro, 2020 standen nach neun Monaten noch ein Verlust von 243 Millionen. Daraus errechnen sich 8,56 Euro Ergebnis je Aktie sowie 20 Prozent Verzinsung des eingesetzten Kapitals.

Beim Ausblick bleibt der Konzern zuversichtlich, auch wenn Lieferkettenstörungen und deren Auswirkungen seit Ende des Sommerquartals einige seiner Gesellschaften treffen. Die SalzgitterAG rechnet für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz vin über neun Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn zwischen 600 und 700 Millionen Euro. Die Rendite dürfte „sichtbar über dem Vorjahreswert liegen“.

Für den Vorstandsvorsitzenden Gunnar Groebler unterstreicht „das hervorragende Ergebnis der ersten neun Monate die Leistungsfähigkeit des Konzerns. Dessen Weiterentwicklung gelte es konsequent voranzutreiben. Er will die neue Konzernstrategie im ersten Quartal 2022 vorstellen. Bei den Mitarbeiter hat der Chef „viel Motivation und Lust auf Neues“ ausgemacht.

Als Beispiel nennt Gunnar Groebler das Konzept für eine CO2-arme Stahlproduktion, „bei dem wir uns noch ambitioniertere Ziele gesetzt und dessen Umsetzung wir auf den Weg gebracht haben“. Salzgitter Low CO2-Steelmaking (SALCOS) nennt sich das Konzept, für das ein Projektbüro „die gesamte technische und kaufmännische Expertise“ der Salzgitter AG „für die Transformation der Rohstahlherstellung“ vereine. „Derzeit bereiten wir die endgültige Investitionsentscheidung für die erste Ausbaustufe von SALCOS vor“, so der Vorstandsvorsitzende. Ein positives Votum im Aufsichtsrat im Sommer 2022 vorausgesetzt, „könnten wir bereits ab Ende 2025 mit der wasserstoffbasierten Stahlerzeugung beginnen und schon 2026 über eine Million Tonnen Stahl auf diesem Weg erzeugen“.

Von Roland Weiterer

12.11.2021
11.11.2021