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Salzgitter Augen auf beim großen Krabbeln in der Region Salzgitter
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Augen auf beim großen Krabbeln in der Region Salzgitter

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11:12 04.06.2021
Zu Besuch im Garten: eine Streifenwanze.
Zu Besuch im Garten: eine Streifenwanze. Quelle: NABU/Helge May
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Salzgitter

Es ist es wieder soweit: Nach den Vögeln nimmt der NABU nun die Insekten aufs Korn. Bundesweit sind die Menschen aufgerufen, die kleinen Krabbeltiere eine Stunde lang zu beobachten und zu zählen. Die Mitmachaktion läuft vom 4. Juni bis 13. Juni und vom 6. August bis 15. August, es ist die vierte Ausgabe.

Eine besondere Rolle spielt wie im Vorjahr der Marienkäfer. „Auch wenn fast alle das beliebte Glücksymbol kennen, weiß kaum jemand, dass es in Deutschland etwa 70 Marienkäfer-Arten gibt“, so Josefine Beims, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle in Salzgitter. „Am häufigsten entdecken wir den heimischen Siebenpunktmarienkäfer und den Asiatischen Marienkäfer. Dieser wurde erst vor wenigen Jahrzehnten eingeschleppt. Wie weit sich die invasive Art bereits verbreitet hat, soll nun der Insektensommer zeigen.“ Dafür sollen die Teilnehmenden melden, wie oft sie den Asiatischen und den Siebenpunktmarienkäfer entdecken konnten.

Beobachten und zählen kann jeder und das fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder über die kostenlose Web-App NABU Insektensommer. Informationen finden sich unter www.insektensommer.de.

Jeder gesichtete Sechsbeiner soll gezählt und gemeldet werden. Jetzt im Frühsommer soll dabei auf einige in Deutschland häufig vorkommende Arten besonders geachtet werden: Steinhummel, Florfliege, Hainschwebfliege, Tagpfauenauge, Lederwanze, Blutzikade und Admiral. Wer diese Tiere nicht kennt, könne sie ganz einfach mit dem www.insektentrainer.de unterscheiden lernen, so Projektleiterin Daniela Franzisi. Das Lernprogramm wird von der Firma Neudorff unterstützt.

Und wenn sich jemand bei der Art nicht sicher ist, kann er auch einfach die Gruppe von Insekten angeben, dabei hilft der Bestimmungsschlüssel im Insektentrainer weiter. „Ein warmer, trockener und windstiller Tag ist zum Insektenzählen am besten geeignet“, ergänzt Josefine Beims. „Eine Erkundungstour in die Insektenwelt ist schon auf kleinstem Raum möglich, wie zum Beispiel der Blick in die Blumentöpfe auf dem Balkon.“

Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund. Die Daten werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht. Im vergangenen Jahr kamen von fast 16.000 Teilnehmenden bei beiden Zählungen erstmals knapp 10.000 Meldungen bundesweit zusammen.

Von Roland Weiterer