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Salzgitter Aufatmen am Arbeitsmarkt in Salzgitter und der Region
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Aufatmen am Arbeitsmarkt in Salzgitter und der Region

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09:13 02.06.2021
Das Arbeitsamt Salzgitter nennt für Mai eine Arbeitslosenquote von 9,4 Prozentpunkten.
Das Arbeitsamt Salzgitter nennt für Mai eine Arbeitslosenquote von 9,4 Prozentpunkten. Quelle: rwe
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Salzgitter

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist im Mai gegenüber dem Vormonat um 625 auf insgesamt 20.463 gesunken. Die Quote der Arbeitsagentur im Bezirk Braunschweig-Goslar, zu dem auch Salzgitter zählt, liegt aktuell bei 6,3. Das ist sind 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert vor einem Jahr. Verglichen mit dem Vorjahresmonat sank die Zahl um 1.473 Personen.

In den Kommunen hat sich die Lage verbessert, an der Rangfolge ändert sich allerdings nicht. Der Landkreis Wolfenbüttel weist mit einer Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent den besten Wert aus, dahinter folgen die Stadt Braunschweig mit 5,3 Prozent und der Landkreis Goslar mit 6,9 Prozent. Die 5.111 gemeldeten Arbeitslosen für den Mai in Salzgitter entsprechen einer Quote von 9,4 Prozent.

„Die aktuellen Entwicklungen, die Lockerungen für die Wirtschaft und entsprechenden Öffnungsperspektiven lassen den Arbeitsmarkt deutlich aufatmen. Die Zahl der Arbeitslosen ist erstmals wieder unter dem Niveau des sprunghaften Anstiegs durch die Pandemieauswirkungen. Die steigende Arbeitskräftenachfrage zeigt sich deutlich an den gemeldeten Stellen. Der Arbeitsmarkt sendet positive Signale“, meint Gerald Witt, Leiter der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar.

Nach dem regelrechten Einbruch der Arbeitskräftenachfrage im April 2020 mit Beginn des ersten Lockdown erholt sich der Bestand der gemeldeten Stellen zunehmend. Aktuell sind es 5.187 Stellen. Das sind 1.364 (35,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Im Mai 2019 waren 4.819 Stellen im Bestand gezählt worden. Seit Jahresbeginn wurden 6.261 Stellen neu gemeldet. Das sind 970 oder 18,3 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr. Gesucht werden vor allem Fachkräfte im Verkauf (163 gemeldete Stellen), Altenpflege-Fachkräfte (161), Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege (133), bei den Bürokräften (119) sowie den Kranführern (115),

Die aktuellen Zahlen zum Ausbildungsmarkt kommentiert der Agenturchef so: „Die Unternehmen zeigen Weitsicht und planen bereits für die Zeit, wenn Fachkräftemangel und Personalengpässe wieder die Schlagzeilen beherrschen. Knapp 14 Prozent mehr Ausbildungsstellen als vor einem Jahr sind bereits gemeldet.“

Mit etwas Sorge blickt Gerald Witt auf die Entwicklung der gemeldeten Bewerber: „Wir können derzeit nur eingeschränkt persönlich in der Arbeitsagentur und an den Schulen beraten. Das zeigt sich deutlich am Rückgang der Bewerber in der Berufsberatung. Ich appelliere an die jungen Menschen auf Ausbildungssuche, dass sie ihren Berufsstart nicht auf die lange Bank schieben. Die Chancen am Ausbildungsmarkt stehen gut. “

Von Roland Weiterer