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Arbeitsmarkt in der Region Salzgitter auf Erholungskurs

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13:18 05.01.2022
Der Bericht für Dezember 2021 liegt vor: Auf 8,5 Prozentpunkte belief sich die Arbeitslosenquote für die Stadt Salzgitter.
Der Bericht für Dezember 2021 liegt vor: Auf 8,5 Prozentpunkte belief sich die Arbeitslosenquote für die Stadt Salzgitter. Quelle: rwe
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Die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist im Dezember gegenüber dem Vormonat leicht um 95 auf insgesamt 17.998 gestiegen. Die Quote liegt aktuell bei 5,5 Prozentpunkte, das sind 0,8 Prozentpunkte unter dem Wert 2021. Damals waren 2.635 mehr Menschen ohne Job.

„Die Erholung am regionalen Arbeitsmarkt zeigt sich auch im Dezember. Risiken entstehen aber durch die erneut stark steigenden Corona-Infektionszahlen, neue Virusvarianten und die damit verbundenen möglichen Einschränkungen für die Wirtschaft. Die Materialengpässe der letzten Monate wirken sich ebenfalls weiterhin auf die Wirtschaft aus“, kommentiert Gerald Witt, Leiter der Agentur Braunschweig-Goslar, die aktuellen Zahlen.

Im kommunalen Vergleich liegt weiterhin der Landkreis Wolfenbüttel mit einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozentpunkten vorne, gefolgt von der Stadt Braunschweig (4,7), dem Landkreis Goslar (5,9) und der Stadt Salzgitter (8,5). „Kurzarbeit stabilisiert – Arbeitslosigkeit sinkt“. So beschreibt Gerald Witt die Entwicklungen 2021 am regionalen Arbeitsmarkt. Im Jahresdurchschnitt wurden 19.906 Arbeitslose von Braunschweig bis Braunlage gezählt. Das sind 940 oder 4,5 Prozent weniger als noch im Jahresdurchschnitt 2020.

Die Arbeitslosenquote ist im Jahresvergleich um 0,3 Prozentpunkte auf aktuell 6,1 gesunken. Um rund ein Drittel ist der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen im Jahresdurchschnitt gestiegen. In 2020, wo der Stellenbestand zu Beginn der Corona-Auswirkungen nahezu eingebrochen war, wurden 4.359 gezählt. Im Jahresdurchschnitt 2021 mit dem Allzeithoch an gemeldeten Stellen: 5.538.

„Auch, wenn die Auswirkungen der Corona-Krise noch nicht endgültig überwunden sind und eine Unsicherheit bei der zukünftigen pandemischen Entwicklung besteht, befindet sich der Arbeitsmarkt wieder auf Erholungskurs“, blickt Gerald Witt auf die kommenden Monate. Der Fachkräftebedarf in den Unternehmen sei eines der zentralen Themen am Arbeitsmarkt, auch wenn die Kurzarbeit kurzfristig steigen sollte. „Wir werden alles dafür tun, Menschen und Arbeit zusammen zu bringen.“

Weiterbildung und Qualifizierung können laut Gerald Witt den Beschäftigten in den vom Strukturwandel betroffenen Branchen neue Perspektiven bieten. „Wir arbeiten weiter daran, Arbeitslose zu qualifizieren. Wichtig ist es auch, das Arbeitszeitvolumen der Frauen zu heben, wenn diese etwa unfreiwillig in Teil-zeit arbeiten. Und natürlich dürfen am Übergang Schule und Beruf keine jungen Menschen verloren gehen. Eine Ausbildung ist und bleibt ein wichtiges Fundament für das Berufsleben.“

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit, rechnet im Mittelwert für das Jahr 2022 mit einer Arbeitslosenzahl von 17.500 Arbeitslosen. Auch bei der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten rechnet das IAB mit einem weiteren Anstieg auf 254.600 im Mittelwert.

Von Roland Weiterer