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Salzgitter Arbeitsmarkt in Salzgitter und der Region unter Beobachtung
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Arbeitsmarkt in Salzgitter und der Region unter Beobachtung

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11:33 02.10.2020
Die Arbeitslosenquote in Salzgitter lag im September bei 10,6 Prozent. Quelle: rwe
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Salzgitter

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist im September gegenüber dem Vormonat gesunken. Insbesondere Personen unter 25 Jahren konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Im September wurden 2.271 Arbeitslose unter 25 Jahren gezählt, das sind 424 oder 15,7 Prozent weniger als noch im August. „Wie vorausgesagt, ist die Zahl der arbeitslosen Jüngeren deutlich gesunken. Grund dafür ist das Ende der Sommerferien und damit verbunden die Einstellungen in Ausbildung oder Arbeit“, weiß Oliver Bossow, Vize-Chef der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar.

Im Bezirk liegt die Arbeitslosenquote bei 6,7 Prozent. Den besten Wert in der Region weist der Landkreis Wolfenbüttel auf mit von 5,2 Prozent. Dahinter folgen die Stadt Braunschweig (5,7), der Landkreis Goslar (7,1) und die Stadt Salzgitter (10,6). „Auch wenn die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat gesunken ist, so müssen wir die Entwicklung am Markt weiter genau beobachten. Es gilt nun, aus einer temporären Krise keine dauerhafte Arbeitslosigkeit entstehen zu lassen“, bewertet Oliver Bossow die aktuelle Lage.

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Nach seinen Worten wird es immer wichtiger, Menschen wieder in Arbeit und Ausbildung zu bringen und auch noch stärker Qualifizierungsberatungen in den Blick zu nehmen. „Vor einem Jahr hatten wir knapp 4.000 Menschen weniger in der Arbeitslosigkeit. Die Kurzarbeit stützt weiterhin stark die Beschäftigung. Auch wenn viele Branchen teilweise die Beschäftigung wiederaufgenommen haben, so wurden im September für unseren Bezirk von Braunschweig bis Braunlage weiterhin für 454 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Wir sind von einer Entspannung am Arbeitsmarkt noch weit entfernt.“

Seit April wurden 6.446 Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit für insgesamt 102.294 Personen gezählt. Die erste Hochrechnung für den April 2020 liegt nun ebenfalls auf Ebene der Städte und Landkreise vor. Demnach wurde konjunkturelles Kurzarbeitergeld wie folgt im April in Anspruch genommen: Stadt Braunschweig 2.045 Betriebe mit 25.172 Kurzarbeitenden, Stadt Salzgitter 558 Betriebe mit 12.240 Kurzarbeitenden, Landkreis Goslar 1.117 Betriebe mit 7.855 Kurzarbeitenden und der Landkreis Wolfenbüttel 548 Betriebe mit 3.663 Kurzarbeitenden.

Für den März liegen auch schon Daten für die tatsächlich realisierte Kurzarbeit vor. In der Stadt Salzgitter warein erheblicher Anteil der Kurzarbeitenden in Großbetrieben angestellt: 5.302 von 7.404 insgesamt (entspricht 71,6 Prozent). Der durchschnittliche Arbeitsausfall lag bei 34 Prozent. Die TOP3 der meisten Kurzarbeiter waren im März in folgenden Wirtschaftsabschnitten zu finden: Verarbeitendes Gewerbe (5.733), Handel (332), Gastgewerbe (308).

Von Roland Weiterer