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Salzgitter Arbeitsmarkt in Salzgitter steht weiter unter Corona-Einfluss
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Arbeitsmarkt in Salzgitter steht weiter unter Corona-Einfluss

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11:09 01.07.2020
Gerald Witt, Leiter der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar. Quelle: Arbeitsagentur
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Salzgitter

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist im Juni erneut gestiegen, entgegen der üblichen saisonalen Entwicklung. „Dieser Anstieg ist im Wesentlichen weiterhin auf die fehlenden Abgänge in Beschäftigung und das reduzierte Angebot an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zurückzuführen“, heißt es in einer Mitteilung der Agentur für Arbeit.

Im Bezirk Braunschweig-Goslar, zu dem auch Salzgitter und Wolfenbüttel gehören, ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Mai leicht um 220 auf insgesamt 22.156 gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es 4.137. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 6,7 Prozent und liegt damit 1,2 Prozentpunkte über 2019. „Die Zahl der Arbeitslosen ist seit März deutlich gestiegen. Diese Entwicklung schwächt sich mittlerweile leicht ab, da Beschäftigungsaufnahmen sichtlich zugenommen haben sowie auch Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen wieder angelaufen sind“, kommentiert Gerald Witt, Leiter der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar die Entwicklung.

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Die Zunahme von neu arbeitslos gemeldeten Personen liegt zwar noch über Vorjahresniveau, hat sich aber in den beiden vergangenen Monaten abgeschwächt. Die meisten Zugänge kommen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus dem Verarbeitendem Gewerbe. Im regionalen Vergleich liebt der Landkreis Wolfenbüttel mit einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent vor der Stadt Braunschweig (5,6), dem Landkreis Goslar (7,5) und der Stadt Salzgitter (10,6).

Betriebe müssen vor Beginn von Kurzarbeit eine schriftliche Anzeige bei der zuständigen Agentur für Arbeit (Betriebssitz) erstatten; dies hat spätestens bis zum Ende des Monats zu erfolgen, für den erstmalig Leistungen bezogen werden sollen. Die Statistik über angezeigte Kurzarbeit berichtet über elektronisch erfasste und geprüfte Anzeigen von Kurzarbeit sowie die in den Anzeigen enthaltene Anzahl der Beschäftigten, welche voraussichtlich von einem Arbeitsausfall betroffen sind. Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt deutlich die Auswirkungen der Coronakrise auf den Arbeitsmarkt erkennen, wobei in den letzten beiden Monaten weniger Anzeigen hinzugekommen sind. Lediglich im Kreis Wolfenbüttel gab es hingegen eine Zunahme der Personen in Anzeigen für Kurzarbeit um 47 gegenüber Mai.

Für den Agenturbezirk Braunschweig-Goslar werden für den Zeitraum von März bis Mai insgesamt 6.036 geprüfte Anzeigen gezählt für insgesamt 94.256 Personen. Die meisten sind es im Verarbeitenden Gewerbe (32.819 Personen), es folgen Handel, Instandhaltung und Kfz-Reparatur mit 14.323 Personen und das Gastgewerbe mit 7.239 Personen. Die vorläufigen Juni-Zahlen bis zum 26. Juni zählen 185 Anzeigen für 3.800 Personen.

Von Roland Weiterer

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