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Salzgitter Arbeitsmarkt in Salzgitter: Kurzarbeit stabilisiert die Lage
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Arbeitsmarkt in Salzgitter: Kurzarbeit stabilisiert die Lage

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09:42 05.08.2020
Die Arbeitsagentur in Salzgitter meldet einen Anstieg der Arbeitslosenzahl im Juli 2020. Quelle: rwe
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Salzgitter

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist im Juli gegenüber dem Vormonat „saisonüblich“ gestiegen, teilt die Arbeitsagentur für Braunschweig-Goslar mit. Insbesondere Personen unter 25 Jahren sind betroffen, die nach ihrer Berufsausbildung nicht gleich eine Anschlussbeschäftigung gefunden haben. Erfahrungsgemäß wird sich die Zahl der Jugendarbeitslosigkeit spätestens im September wieder deutlich verringern.

Die erheblichen Anstiege der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr (+3.691 oder 19,7 Prozent im Bezirk) sind Folgen der Corona-Krise. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen weiterhin auf die fehlenden Abgänge in Beschäftigung und das reduzierte Angebot an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zurückzuführen. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 6,8 Prozent und liegt damit 1,1 Prozentpunkte über Vorjahresniveau. Mit 5,3 Prozent weist die Arbeitslosenquote im Landkreis Wolfenbüttel den besten Wert aus gefolgt von der Stadt Braunschweig mit 5,8 Prozent, der Landkreis Goslar (7,4) und der Stadt Salzgitter (10,7).

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Keine Massenentlassungen

„Wir sind durch die erste Corona-Welle vergleichsweise gut durchgekommen. Vor allem die Kurzarbeit hat dazu beigetragen, dass es nicht zu Massenentlassungen gekommen ist“, kommentiert Gerald Witt, Leiter der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar, die aktuelle Entwicklung. „Wir sind aber noch nicht durch, auch wenn sich das gesellschaftlich gerade manchmal so anfühlen mag. Ich rechne damit, dass der Arbeitsmarkt bestimmt zwei Jahre brauchen wird, um sich zu erholen.“

Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die erkrankt sind oder an Maßnahmen teilnehmen, lag im aktuellen Berichtsmonat bei 28.824 Personen, dies sind 10,0 Prozent oder 2.626 Personen mehr als vor einem Jahr.

Nachfrage nimmt zu

Die Nachfrage nach Arbeitskräften nimmt im Vergleich zum Vormonat wieder deutlich zu. 400 freie Arbeitsstellen sind im Juli neu gemeldet worden. Das sind 51,5 Prozent mehr als noch im Juni. Der Zugang an gemeldeten Stellen liegt aber leicht unter dem Niveau des Vorjahres. (- 85 oder - 6,7 Prozent). Aktuell werden 3.748 Arbeitsstellen im Bestand gezählt, das sind 1.314 weniger als noch vor einem Jahr (- 26,0 Prozent). Die Top fünf der gemeldeten Stellen finden sich in der Altenpflege als Fachkraft mit 138 Stellen, als Reinigungshelfer mit 120 Stellen, Fachkräfte für Büro und Sekretariat 93, Fachkräfte im Verkauf 92 sowie Fachkräfte in der Bauelektrik mit 84 gemeldeten Stellen.

Von Roland Weiterer