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Salzgitter Antikriegstag auf dem Friedhof Jammertal in Salzgitter
Nachrichten Salzgitter

Antikriegstag auf dem Friedhof Jammertal in Salzgitter

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18:02 02.09.2021
Eröffnung der Gedenkfeier: Kranzniederlegung am Antikriegstag auf dem Friedhof Jammertal.
Eröffnung der Gedenkfeier: Kranzniederlegung am Antikriegstag auf dem Friedhof Jammertal. Quelle: rk
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Salzgitter

Gut 200 Teilnehmer zählte die Gedenkstunde der DGB-Region SüdOstNiedersachsen zum Antikriegstag auf dem Friedhof Jammertal in Lebenstedt. Hannes Salzmann sorgte mit Gesang und Gitarre für den musikalischen Rahmen, Delegierte der Stadt, der Gewerkschaften und von Parteien legten Kränze nieder am Mahnmal.

Nach der Eröffnung durch Jürgen Mainka, stellv. Vorsitzender im DGB-Stadtverband Salzgitter, lobte Oberbürgermeister Frank Klingebiel in seinem Grußwort den Einsatz der Gewerkschaften für die Friedensveranstaltung sowie ihr Eintreten für Demokratie und Weltoffenheit. Er kritisierte die Vielzahl bewaffneter Konflikte auf der Welt und mahnte ein stärkeres Eintreten für Frieden an.

Jill Höwing aus der Jugend- und Auszubildendenvertretung der Salzgitter Flachstahl und ihr Kollege Ozan Inci von VW Salzgitter betonten den Friedenswillen der jungen Generation. Sie kritisierten die Afghanistanpolitik der Bundesregierung und forderten eine schnelle Unterstützung für alle von den Taliban bedrohten Menschen.

Susanne Wiedemeyer, stellv. Vorsitzende DGB-Bezirk Niedersachsen-Bremen-Sachsen Anhalt warb vor dem Hintergrund der anstehenden Bundestagswahl für eine Politik der gemeinsamen Sicherheit, die auf Entspannung und Kooperation statt auf Konflikt und Konfrontation setzt. Bezogen auf Afghanistan bilanzierte sie das Scheitern einer Politik, die an dem Irrglauben festhielt, demokratische Staatlichkeit ließe sich mit militärischen Mitteln durchsetzen.

Die Rednerin kritisierte, dass Deutschland auf dem siebten Platz der Länder mit den größten Rüstungsausgaben steht. Die 47 Milliarden Euro Verteidigungshaushalt für 2021 sollten aus ihrer Sicht besser für mehr Personal und Ausstattung in Kitas und Schulen oder in die Sanierung und den Ausbau von Infrastruktur ausgegeben werden.

Von Roland Weiterer

02.09.2021
01.09.2021