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Salzgitter Abschied für Friseurmeisterin Monika Piskors in Salzgitter-Bad
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Abschied für Friseurmeisterin Monika Piskors in Salzgitter-Bad

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15:10 20.12.2021
Verabschiedet sich: Friseurmeisterin Monika Piskors (vorne) mit Angelika Kulakowski , Elena Diwert, Janda Ahmad und Katja Neumann.
Verabschiedet sich: Friseurmeisterin Monika Piskors (vorne) mit Angelika Kulakowski , Elena Diwert, Janda Ahmad und Katja Neumann. Quelle: rk
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Salzgitter

Eine Ära geht zu Ende. Nach mehr als 40 Jahren hat Monika Piskors das „Frisierstübchen am Marktplatz“ in Salzgitter-Bad in jüngere Hände gelegt. Die Friseurmeisterin gehörte zu denjenigen, die den Beruf lange Zeit im Stadtgebiet prägten, gut 20 Jahre lang stand sie als Obermeisterin der Friseurinnung Salzgitter vor.

„Alles bleibt, wie es war“, verspricht Katja Neumann, die sich nun um die Geschäfte kümmert und sich bestens auskennt in dem Salon. Vor 31 Jahren heuerte sie im Frisierstübchen an und leitete schon öfters den Betrieb, wenn die frühere Chefin mal im Urlaub oder außer Haus war. Sie ist Friseurin durch und durch, liebt ihren Beruf. „Das ist genau meins.“

Im März 1981 hatte Monika Piskors den Laden eröffnet. Sie freut sich auf die schöne Zeit, die nun nach der Arbeit kommt. Allerdings will sich ihr Herz noch nicht so recht mit der Entscheidung abfinden, zu gerne hat sie mit Kamm und Schere hantiert. „Das tut schon etwas weh, aber der Kopf sagt ja“, beschreibt Monika Piskors ihren Gemütszustand. „Der Job hat mir immer sehr viel Spaß und Freue gemacht.“

Gut 40 Jahre stand sie ganztags im Laden. „Es war mir nie zu viel.“ Mit Leidenschaft baute sie das Geschäft und einen großen Kundenstamm auf. Bei der Übergabe war es ihr wichtig, dass das Personal übernommen wird. „Der Abschied ist am Ende für alle gut“, findet die einstige Obermeisterin, die sich bei ihrer Kundschaft für das mitunter über Jahrzehnte entgegengebrachte Vertrauen, die Wertschätzung und Treue bedankt. „Insbesondere für die Verbundenheit in der herausfordernden schweren Zeit der Corona-Krise“.

Sie lobt auch die Kreishandwerkerschaft und den Vorstand der Friseurinnung für die Begleitung und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den 20 Jahren als Obermeisterin. So ganz kommt sie nicht los, noch hat sie manches zu tun, um die Übergabe abzuwickeln. Am Salon kann sie jedenfalls nicht vorbei gehen. „Ich bin sehr viel hier, komme auch rein – oder wir sitzen abends zusammen.“ Und falls mal Not an Personal ist, dann würde Monika Piskors „auch mal einspringen“.

Von Roland Weiterer