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Salzgitter 50 Jahre VW in Salzgitter: Das Motorenwerk steckt mitten im Wandel
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50 Jahre VW in Salzgitter: Das Motorenwerk steckt mitten im Wandel

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16:19 06.07.2020
Symbolisch lassen VW-Auszubildende 50 Luftballons steigen, versehen mit Wünschen für die Zukunft ihres Werkes. Quelle: rk
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Sazgitter

Jubiläum für Volkswagen in der Stadt. Das Komponenten-Werk gibt es seit Salzgitter seit mittlerweile 50 Jahren. Der Startschuss fiel 1970 mit dem Bau des K 70, später wurde aus dem Fahrzeugwerk ein Motorenwerk, heute steht der Standort exemplarisch für die Transformation zur E-Mobilität. Im Rahmen eines Festakts wurde der runde Jahrestag gefeiert.

Geschenke gab es für die Gäste. Werkleiter Andreas Salewsky und Betriebsratsvorsitzender Dirk Windmüller überreichten der Hilfsorganisation „terre des hommes“ einen Scheck in Höhe von 35.000 Euro. Zudem spendete Volkswagen Group Components insgesamt 50 Bäume an die „Stiftung Zukunft Wald“. Symbolisch schickten Auszubildende 50 Luftballons in den Himmel, versehen mit selbst geschriebenen Wünschen für die Zukunft ihres Werkes.

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Vielfalt zeichnet den Standort aus

„Ich gratuliere dem Werk und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu diesem historischen Jubiläum. Der Standort Salzgitter leistet seit einem halben Jahrhundert einen wichtigen Beitrag im Volkswagen Konzernverbund und ist einer der größten Arbeitgeber in der Region. Unsere innovativen Motoren und Komponenten werden in Fahrzeuge des Konzerns auf der ganzen Welt verbaut“, sagte Werkleiter Andreas Salewsky. Vor allem die Vielfalt zeichnet den Standort aus: „vom Geschäftsfeld Batteriezelle über das Joint Venture mit Northvolt und die Rotor-Stator-Fertigung für die E-Maschine bis hin zu modernsten Motoren“. Zukunftsprodukte stünden im Fokus gleichzeitig lobte Andreas Salewsky den Standort für dessen „hohe Flexibilität und das Beherrschen komplexer Fertigungsprozesse“. Das „Fertigungs-Know-how in allen wesentlichen Antriebstechnologien mache das Werk in Salzgitter „zukunftssicher.“

Auch Dirk Windmüller, Betriebsratsvorsitzender am Standort, blickte stolz auf ein halbes Jahrhundert Volkswagen Salzgitter zurück und auf eine „bewegteErfolgsgeschichte“. Er erinnerte an Höhen und Tiefen, an die Eröffnung des Werkes, die Schließung des Fahrzeugbaus,Massenentlassungen, Aufbau der Ausbildung, 4 Tage Woche, Beschäftigungssicherung, Ausbau der Komponente, Wirtschaftskrisen, Kurzarbeit und den Kampf um unbefristete Übernahmen. „Seit 50 Jahren sind wir ein Garant für Beschäftigung mit guten Arbeitsbedingungen in der Stadt Salzgitter. Das ist gut so und das muss so bleiben.“ Eines hätten diese fünf Jahrzehnte gezeigt: „Nur, wenn wir als Belegschaft solidarisch handeln und uns gemeinsam für unsere Ziele einsetzen, schaffen wir die Herausforderungen. Das gilt gerade im jetzigen Wandel. Denn Wandel braucht Sicherheit.“

Transformation made in Salzgitter

Das Komponentenwerk stemmt seine mehrfache Transformation erfolgreich. Zu dem tiefgreifenden Wandel gehören die Wandlung von Diesel- in Ottokapazitäten, die Fertigung noch effizienterer Verbrennungsmotoren und die Fokussierung auf Zukunftsprodukte. Wie zum Beispiel die Produktion von Rotor und Stator, zwei elementaren Bauteilen des E-Antriebs, die im neuen ID.31 verbaut werden. Salzgitter steht exemplarisch für den Transformationsprozess der Konzern Komponente, die innerhalb der Volkswagen AG die End-to-End-Verantwortung für die Batterie, von der Forschung bis zum Recycling, übernommen hat.

Der Stellenwert der Verbrennungsmotoren für den Standort bleibt hoch und ihr Beschäftigungsfaktor bedeutend. Täglich werden bis zu 5.700 Otto- und Dieselmotoren in über 200 Varianten gebaut. Die Vielfalt reicht vom 3-Zylinder bis zum 16-Zylinder. Die Motoren und Komponenten werden weltweit ausgeliefert. Über 7000 Mitarbeiter sind am Standort beschäftigt.

Von Roland Weiterer