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Salzgitter 21.013 Unterschriften gegen das atomare Endlager in Salzgitter
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21.013 Unterschriften gegen das atomare Endlager in Salzgitter

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06:37 08.09.2021
Mit Unterschriften gegen das geplante Atomendlager in Salzgitter: Umweltminister Olaf Lies spricht zu den Teilnehmern bei der Übergabe.
Mit Unterschriften gegen das geplante Atomendlager in Salzgitter: Umweltminister Olaf Lies spricht zu den Teilnehmern bei der Übergabe. Quelle: AG Schacht Konrad
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Salzgitter

Mit Kisten voller Listen hat sich das Bündnis gegen Schacht Konrad auf den Weg nach Hannover gemacht, um mit 21.013 Unterschriften das Anliegen BUND und NABU zu unterstützen. Die beiden Umweltverbände hatten im Mai beim Land beantragt, die Genehmigung zum Bau eines atomaren Endlagers zu entziehen.

Bereits morgens startete in Bleckenstedt ein Trecker-Konvoi. Mittags zogen Demonstranten mit Fässern vom Hauptbahnhof quer durch die Innenstadt in Hannover zum Landtag. Etwa 150 Menschen nahmen an der Kundgebung und der Übergabe der Unterschriften an den Niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies teil.

„Eine durchwegs gelungene und eindrucksvolle Aktion“, zeigte sich Silke Westphal, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad zufrieden. „Die vielen Unterschriften und die Aktionen der letzten Wochen zeigen, dass die Forderung nach Aufgabe des Projekts bundesweit von vielen Menschen – auch an den Zwischenlagerstandorten – geteilt wird.“ Dies unterstützte auch Wolfgang Ehmke von der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg: „Wir müssen endlich dazu kommen, dass es ein Suchverfahren für alle Arten von Atommüll gibt.“

Auch die IG Metall war nach Hannover gekommen, um ihre Listen selbst zu übergeben. Matthias Wilhelm, 1. Bevollmächtigter für Salzgitter und Peine: „Ein Endlager gegen den erklärten Willen der Beschäftigten durchsetzen zu wollen, ist eine komplette Absurdität. Die Kolleginnen und Kollegen werden sich weiterhin gegen die geplante Atommülllagerung in Schacht KONRAD wehren, das zeigt auch, dass eine große Zahl Unterschriften aus unseren Betrieben kommt.“

Zu den Demonstranten gehörte auch Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel: „Die Übergabe der Unterschriften ist ein Höhepunkt, aber keineswegs das Ende der Kampagne gegen Schacht Konrad.“ Er versprach, nicht aufzugeben, „bis das Projekt aufgegeben wird“. Bereits nächste Woche soll es weiter gehen mit einer „Mobilen Atomaufsicht“ am Freitag, 17. September, um 15 Uhr am Schacht Konrad.

Von Roland Weiterer

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