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Politik Steinbrück will seine Nebeneinkünfte offenlegen
Nachrichten Politik Steinbrück will seine Nebeneinkünfte offenlegen
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10:45 30.10.2012
Foto: Mehr als 300 Vorträge hat Peer Steinbrück in dieser Wahlperiode gehalten, 89 davon wurden bezahlt.
Mehr als 300 Vorträge hat Peer Steinbrück in dieser Wahlperiode gehalten, 89 davon wurden bezahlt. Quelle: dpa
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Berlin

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will am heutigen Dienstag in Berlin eine Übersicht über seine Nebeneinkünfte vorlegen. Nach massiver Kritik hatte er einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer mit einer entsprechenden Zusammenstellung beauftragt. Dabei geht es vor allem um Vorträge, für die der frühere Bundesfinanzminister mehr Geld erhielt als bisher bekannt war.

Am Montag war bestätigt worden, dass Steinbrück zwischen 2009 und 2012 etwa 1,25 Millionen Euro an Honoraren kassierte. Laut „Bild“ hielt er in dieser Wahlperiode 89 bezahlte Vorträge und 237 weitere Vorträge ohne Honorar, etwa in Schulen und vor gemeinnützigen Organisationen. Steinbrücks Einkünfte hatten eine Debatte über die Nebeneinkünfte von Abgeordneten und deren Offenlegung ausgelöst.

Die Grünen sowie die Organisation Transparency International verlangten nochmals volle Offenheit von Steinbrück. Wichtiger als die Gesamtsumme der Einkünfte einzelner Politikern sei allerdings, „dass jeder Abgeordnete künftig offenlegt, wieviel Geld er aus welcher Quelle genau bezogen hat“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, der „Frankfurter Rundschau“ (Dienstag). Nur so könne man die Honorarhöhe einordnen und versuchte Einflussnahme erkennen.

Die Grünen wollen im November ein Gesetz einbringen, das drei Jahre Karenzzeit vorsieht. In dieser Zeit soll sich nach Vorstellung der Grünen ein Ex-Minister seine Wirtschaftsjobs genehmigen lassen müssen.

Auch die Antikorruptionsgruppe Transparency International forderte genauere Angaben von allen Abgeordneten. „Jeder Abgeordnete sollte auf Heller und Pfennig veröffentlichen, wofür er neben dem Mandat Geld bekam“, sagte Vorstandsmitglied Jochen Bäumel der Zeitung. „Dann kann der Wähler entscheiden, was er für zulässig hält.“

dpa

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