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Niedersachsen Wurde GEW-Chef bewusst eine Falle gestellt?
Nachrichten Politik Niedersachsen Wurde GEW-Chef bewusst eine Falle gestellt?
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14:34 23.04.2009
Wehrt sich: Eberhard Brandt. Quelle: Florian Petrow
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Es gebe gegen ihn „keinen Vorwurf, der tatsächlich disziplinarwürdig“ sei, sagte Brandt am Donnerstag in Hannover, nachdem er zuvor Akteneinsicht in den Fall genommen hatte. Er habe in der Vergangenheit als Lehrer Überstunden aufgebaut und langfristig wieder abgebaut, all das sei „sauber dokumentiert“.

Letztendlich geht es nach Angaben von Brandts Anwalt Karl Otte um ein Minus von 60 Unterrichtsstunden, die sein Mandant über die Jahre zum Ende des Schuljahres 2007/08 angesammelt habe. Zwar seien 40 Stunden nur erlaubt, doch überschreite die Stundenzahl seines Mandanten keinesfalls den in Niedersachsen üblichen Rahmen. Er stellte die Frage, ob dieser Sachverhalt bereits ein Skandal sei.

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Brandt betonte, er sei stets bestrebt gewesen, eine ausgeglichenes Stundenkonto zu erreichen. Er räumte ein, einen entsprechenden Antrag nicht rechtzeitig gestellt zu haben. Gleichwohl sei dieser dann vier Monate lang nicht bearbeitet und von der zuständigen Behörde schließlich abgelehnt worden. So etwas habe es in der Vergangenheit nicht gegeben.

Brandt, der nach eigenem Bekunden die Verpflichtungen als Lehrer und Gewerkschaftsfunktionär zeitlich unter einen Hut bringen muss, warf der Schulbehörde vor, dass es in der Vergangenheit “überhaupt kein Gespräch“ gegeben habe, um die Irritationen auszuräumen. Stattdessen laufe jetzt gegen ihn ein Disziplinarverfahren. Er frage sich, ob ihm nicht „bewusst eine Falle gestellt“ worden sei.

ddp

Saskia Döhner 22.04.2009
Reinhard Urschel 22.04.2009