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Niedersachsen Wulff will Atomindustrie an Asse-Sanierung beteiligen
Nachrichten Politik Niedersachsen Wulff will Atomindustrie an Asse-Sanierung beteiligen
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16:28 04.10.2009
Niedersachsens Ministerpräsident  Christian Wulff.
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. Quelle: ddp
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Im Gegenzug sollen die Energiekonzerne einige ihrer Atomkraftwerke länger betreiben dürfen, wie Wulff am Sonntag während seiner USA-Reise in Atlanta sagte.

Bei den am Montag in Berlin beginnenden Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und FDP werde man über Laufzeitverlängerungen „einzelner Kernkraftwerke“ sprechen, sagte Wulff. Dabei müsse eine Regelung gefunden werden, wie der Gewinn für die Betreiber durch den längeren Betrieb der Atomkraftwerke sinnvoll verwendet werden könne. Nach Auffassung von Wulff sollen die Gelder vor allem in die Förderung regenerativer Energien, aber auch in die Sanierung des Atommülllagers Asse fließen. Die Kosten für die Stabilisierung des einsturzgefährdeten Salzstocks werden auf rund vier Milliarden Euro geschätzt.

Die Laufzeit der Kernkraftwerke in Deutschland liegt derzeit bei maximal 32 Jahren und wurde vor rund zehn Jahren von der damaligen rot-grünen Bundesregierung gemeinsam mit der Atomwirtschaft festgesetzt. Wulff sagte, er halte eine Laufzeit von „rund 40 Jahren“ für denkbar, sofern die Meiler dem neuesten Stand der Technik entsprächen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf Nachbarländer Deutschlands, in denen die AKW-Laufzeiten bei 60, in den USA gar bei 80 Jahren lägen.

ddp