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Niedersachsen Wenzel setzt bei Offshore-Energie auf Regierungswechsel
Nachrichten Politik Niedersachsen Wenzel setzt bei Offshore-Energie auf Regierungswechsel
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18:17 18.07.2013
Foto: Stefan Wenzel (links) informierte sich am Donnerstag bei einem Rundgang über das Gelände der Firma AMBAU GmbH über die Lage der Offshore-Industrie.
Stefan Wenzel (links) informierte sich am Donnerstag bei einem Rundgang über das Gelände der Firma AMBAU GmbH über die Lage der Offshore-Industrie. Quelle: dpa
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Cuxhaven

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) setzt auf einen Regierungswechsel im Bund, um die Rahmenbedingungen für die Offshore-Windenergie zu verbessern. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) benötige dringend eine Reform, sagte er nach einer Besichtigung der Offshore-Basis in Cuxhaven am Donnerstag. Der Emissionsrechtehandel erfülle seinen Zweck nicht mehr und müsse verändert werden, weil die Preise verfallen seien.

Das Gerede von der teuren Offshore-Windenergie halte er für falsch. Die Verunsicherung bei Investoren müsse beendet werden. „Wir müssen auch in Europa dafür sorgen, dass die Energiewende Rückenwind bekommt“, forderte Wenzel. Dazu wäre es aus seiner Sicht sinnvoll, ein Erneuerbare-Energien-Gesetz für Europa zu schaffen.

Wenzel kritisierte die schwarz-gelbe Bundesregierung, weil sie mit der Blockade zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium für massive Verunsicherung gesorgt habe. Auch übereiltes Handeln sei falsch, wie man bei der Solarenergie sehen könne. „Wenn im Monatsrhythmus Gesetze geändert werden, ist das Gift.“

Cuxhavens Erste Stadträtin Andrea Pospich hofft auf ein Ende der Zurückhaltung bei Investoren. Es sei sehr viel Geld in die Entwicklung der Offshore-Basis gesteckt worden. Cuxhaven setze neben Fischindustrie und Tourismus stark auf diesen Bereich. „Es wäre fatal, wenn es da nicht weitergehen würde“, sagte Pospich.

Der Umweltminister hatte sich zum Auftakt des Besuchs am Morgen in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. Anschließend besichtigte er das Unternehmen Ambau, das Fundamente und Bauteile für Windmühlen auf hoher See fertigt. Ein zweites Unternehmen dieser Art an der Offshore-Basis, CSC, hatte wegen fehlender Aufträge seine Arbeit einstellen müssen. Außerdem besichtigte Wenzel die Offshore-Basis, die Liegeplätze für fünf Schiffe vorhält, bei einer Schlepperrundfahrt auch von See aus. Die Anlage bietet den Errichtern von Windparks im Meer die Möglichkeit, die riesigen und schweren Bauteile auf Spezialschiffe zu verladen.

dpa

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