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Niedersachsen So wurde Albrecht 1976 Ministerpräsident
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13:30 04.08.2017
Hannover

Während Elke Twesten ihren Übertritt zur CDU am Freitagmittag in einer Pressekonferenz öffentlich verkündete und damit das Ende von Stephan Weils rot-grüner Regierung einleitete, geschah der politische Meuchelmord am SPD-Kandidaten Helmut Kasimier im dunkeln.

Die Landtagswahl hatte in knappes Ergebnis gebracht: SPD und FDP verfügten über 78 Stimmen und hatten sich auf eine Koalition verständigt, die CDU hatte 77 Mandate errungen. Am 15. Januar 1976 sollte der bisherige Finanzminister Helmut Kasimier als Nachfolger des aus Altersgründen ausgeschiedenen Alfred Kubel bestimmt werden.

Doch Kasimier erhielt in den geheimen Abstimmungen nur 75 Stimmen und damit keine Mehrheit. Leichenblass saß er auf der Abgeordnetenbank. Ernst Albrecht erhielt 78 Stimmen – drei Politiker aus dem sozialliberalen Lager versagten Kasimier die Stimme. Bis heute weiß niemand, wer die drei waren. Als Grund für die Abweichler galt die damalige Kreisreform, die mehreren Abgeordneten nicht passte.

Ernst Albrecht blieb bis 1990 Ministerpräsident, dann verlor er die Wahl gegen Gerhard Schröder. Albrecht starb 2014 in Burgdorf.

sbü/mbb

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