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Niedersachsen Der „Schorsch“soll die SPÖ retten
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00:15 22.12.2017
Wechselt im Frühjahr von Hannover nach Wien: Niedersachsens SPD-Landesgeschäftsführer Georg Brockmeyer.  Quelle: dpa
Hannover

 Wenn er spricht, dann mit einem ganz leichten Wiener Tonfall. In der SPD-Parteizentrale an der hannoverschen Odeonstraße nennen sie ihn nur den „Schorsch“. Kein Wunder, Georg Brockmeyer, seit 2015 Landesgeschäftsführer der Niedersachsen-SPD, hat lange in Wien gearbeitet und auch studiert. Jetzt soll der Wahlkampfstratege beruflich wieder nach Wien gehen und dort die aus der Regierung katapultierte SPÖ retten. Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Christian Kern gab dem Wiener „Kurier“ die Personalie bekannt, die auch in Niedersachsen für Aufsehen sorgen dürfte. „Wir haben uns Ende November über den Wechsel verständigt“, bestätigt Brockmeyer der HAZ seinen Wechsel nach Österreich. Zum 1. März werde er als Kommunikationschef bei der SPÖ anfangen. Eine Wohnung in Wien habe er schon.

Mit der Landtagswahl am 15. Oktober 2017 hat Brockmeyer sein Meisterstück in Niedersachsen abgeliefert. Denn die noch im Frühjahr in den Umfragen weit  hinter der CDU liegende SPD holte kontinuierlich auf und ging schließlich mit 36,9 Prozent als Siegerin hervor. Das lag sicherlich am Spitzenkandidaten Stephan Weil, der nach dem Wechsel der Grünen Elke Twesten zur CDU gewaltig zulegte, aber auch an dem überaus wachen und schnellen Wahlkampf, den Brockmeyer auch über die sozialen Medien geführt hat.

Weil hatte den gebürtigen Freiburger, der Deutsch und Geschichte in Hamburg, Wien und Berlin studiert hatte, 2015 in die Parteizentrale geholt – eine gute Wahl, wie sich in den kommenden Jahren zeigte. Brockmeyer hat den Wahlkampf in Wien gelernt, wo er 2001 eine bundesweite Studierendenwahl organisierte – und für den Bund sozialistischer Studenten auch gewann. In Wien betrieb der Politiker mit einem Partner auch eine PR-Agentur. Nun kehrt der 42-Jährige wieder in seine Wahlheimat zurück.

Hannover war für meine Lebensgefährtin und mich nie der Ort, wo wir unsere Zukunft sahen. Das war für uns immer klar“, sagt der seit 25 Jahren politisch in der SPD verankerte Kommunikations-Profi. Er hätte sich jetzt durchaus eine Aufgabe in der Bundes-SPD vorstellen können. Doch trotz entsprechender Signale blieben die Reaktionen von dort aus. „Es gab genug Leute, die davon wussten.“

Die Niedersachsen-SPD muss also wieder ohne die wienerische  Sprechmelodie des „Schorsch“ leben, der eigentlich große Teile seines Lebens im süddeutschen Freiburg im Breisgau verbracht hat.

Und wie war es so in Niedersachsen? Die Vielfältigkeit von Mensch und Landschaft habe ihm gefallen, sagt Brockmeyer. Einen Kritikpunkt allerdings gibt es: „Das Wetter ist viel zu kalt und regnerisch – und es gibt keine richtigen Berge.“ Auch der Harz sei kaum ein passabler Ersatz gewesen. Da wird es Brockmeyer künftig besser haben.

Von Michael B. Berger

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