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Niedersachsen Rennen um SPD-Spitzenkandidatur beginnt in Lüneburg
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20:57 01.11.2011
Foto: Weil oder Lies? In einer Urwahl stimmen die Mitglieder darüber ab, wer als SPD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2013 gegen David McAllister antritt.
Weil oder Lies? In einer Urwahl stimmen die Mitglieder darüber ab, wer als SPD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2013 gegen David McAllister antritt. Quelle: Dröse
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Hannover/Lüneburg

Die beiden Bewerber wollen als Herausforderer von Ministerpräsident David McAllister (CDU) am 20. Januar 2013 antreten. In diesem Monat stellen sie sich in sieben Regionalkonferenzen der Basis vor, zuerst am Dienstag in Lüneburg, dann in Osnabrück (5. November), Göttingen (8. November), Hannover (10. November), Braunschweig (15. November) und Osterholz-Scharmbeck (16. November). Die letzte Regionalkonferenz ist am 17. November in Oldenburg. Zehn Tage später sollen dann am 27. November die landesweit 65.000 Parteimitglieder in einer Urwahl über den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2013 entscheiden.

Lies hatte sich bereits vor seiner Wahl zum SPD-Landeschef im Mai 2010 bei Regionalkonferenzen gegen den jetzigen Landtagsfraktionschef Stefan Schostok und die ehemalige Umweltministerin Monika Griefahn durchgesetzt. Der 44-Jährige wird eher dem linken Spektrum der SPD zugeordnet. Seit 2008 sitzt der SPD-Kreischef von Friesland im Landtag.

Für Stephan Weil haben einige Parteimitglieder Ende vergangener Woche eine Initiative gegründet. Unter dem Motto „Weil wählen!“ sammeln sie Unterschriften. Der 52-Jährige habe erfolgreich bewiesen, dass er regieren könne. Er sei der bessere Ministerpräsident, glauben seine Unterstützer. Weil ist seit November 2006 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt. Zuvor hatte der Jurist als Stadtkämmerer kommunalpolitische Erfahrungen gesammelt.

Die SPD legt für die Urwahl kein Quorum, also keine Mindestteilnehmerzahl, fest. Die Mitglieder können in ihrem jeweiligen Ortsverein ihre Stimme abgeben, eine Briefwahl gibt es nicht. Die Auszählung der Stimmen soll noch am Abend des ersten Advents erfolgen. Wann das Ergebnis vorliegt, ist aber noch offen.

Zur Auszählung werden die 700 bis 800 Urnen an neun zentrale Punkte gebracht, das Ergebnis wird nach Hannover übermittelt. Die Kosten für die Urwahl werden im konkreten Fall auf rund 200.000 Euro geschätzt. Die Möglichkeit eines Mitgliederentscheids zur Kür des Spitzenkandidaten für die Landtagswahl steht seit Mai 2010 in der Parteisatzung der niedersächsischen SPD.

Einen Livestream von den Regionalkonferenzen zeigt die niedersächsische SPD auf ihrer Homepage.

dpa/sag