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Niedersachsen Möllring zieht sich aus der Politik zurück
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22:11 16.02.2012
Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring wird im Januar 2013 nicht mehr zur Wahl stehen. Quelle: dpa
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Hannover

„Politik hat mir immer viel Spaß gemacht, das gilt jetzt auch noch. Aber irgendwann ist genug“, sagte Hartmut Möllring . 23 Jahre lang hatte der Hildesheimer Jurist im Landtag gewirkt, in der CDU ist er schon seit 40 Jahren aktiv. In den vergangenen neun Jahren war Möllring Finanzminister. Dieses Amt hätte er gern noch drei Jahre fortgeführt, aber nicht die vollen fünf Jahre der nächsten Wahlperiode. Weil für ihn aber das Prinzip „ganz oder gar nicht“ gelte, komme keine neue Kandidatur mehr in Betracht. Diese Entscheidung falle ihm „nicht leicht“.

Möllring galt zwar nicht als sehr beliebter, aber als sehr starker Minister. Als er 2003 sein Amt antrat, setzte er an der Seite von Ministerpräsident Christian Wulff eine rigorosen Sparkurs durch. Seine Geradlinigkeit und Zuverlässigkeit verschafften ihm Achtung über die Grenzen der CDU hinaus. Zwar warfen ihm Oppositionspolitiker die Verkörperung von „Arroganz der Macht“ vor, doch auch viele Abgeordnete aus SPD und Grünen schätzten seine Art, Konflikten nicht aus dem Weg zu gehen und Widerstände auszuhalten. Wenn es zu Protesten kam, war sich der Minister nie zu schade, selbst mit den Demonstranten zu reden.

In den vergangenen Monaten hatte Möllring auch Niederlagen einstecken müssen, etwa bei der Aufstellung des Etats. Sein Gewicht in der Regierung war aber unverändert hoch. Die unangenehme Aufgabe, in der Wulff-Affäre die Regierungsposition zu verteidigen, übernahm Möllring – viele andere hätten sich das wohl nicht zugemutet, für ihn war es Ausdruck seines Pflichtgefühls.

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