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Niedersachsen Weil will gegen Islamfeinde demonstrieren
Nachrichten Politik Niedersachsen Weil will gegen Islamfeinde demonstrieren
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09:22 22.01.2015
Foto: Wollen gemeinsam auf die Straße gehen: Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (l.), Ministerpräsident Stephan Weil (m.) und Innenminister Boris Pistorius (r.).
Foto: Wollen gemeinsam auf die Straße gehen: Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (l.), Ministerpräsident Stephan Weil (m.) und Innenminister Boris Pistorius (r.). Quelle: dpa
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Hannover

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will sich am kommenden Montag an der Gegenveranstaltung zur angekündigten Pegida-Demonstration in Hannover beteiligen. Unterstützung bei der Demonstration soll er von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Wirtschaftsminister Olaf Lies erhalten. "Wenn es aus Niedersachsen deutliche Signale gegen Pegida gibt, freut mich das. Bei einer Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit und Ausgrenzung bin ich gerne auch selbst dabei", sagte der SPD-Politiker am Dienstag. Für den 12. Januar hat die islamkritische Pegida-Bewegung erstmals in Hannover eine Demonstration angemeldet. Die Polizei rechnet für den Aufzug der Gruppe Hagida ab 18 Uhr in der Innenstadt von Hannover bislang mit 500 bis 1000 Teilnehmern. „Die genaue Route steht bisher noch nicht fest“, sagte Polizeisprecher Holger Hilgenberg.

Gegen die Veranstaltung in der Innenstadt hat sich ein breites Bündnis aus Politik und Wirtschaft formiert. Auch Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) hat zum Protest aufgerufen. "Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, die Breite der Stadtgesellschaft zu einer Gegendemonstration zusammenzubringen", sagte Schostok am Dienstag. Auf die demokratiefeindlichen Ansichten, die die bundesweit agierenden Strippenzieher auf den Pegida-Kundgebungen verbreiteten, müssten Parteien und Parlamente mit Eindeutigkeit reagieren. Hannover sei eine weltoffene Stadt, die sich seit Jahren konstruktiv um die Integration von Einwanderern aus 170 Nationen bemühe. Schostok will auch selber an der Gegendemonstration teilnehmen.

Die Initiative „Hannover sagt: Licht aus für Rassisten“ hatte bereits vor dem Bekanntwerden der Hagida-Veranstaltung eine Aktion geplant. Ursprünglich sollte Solidarität mit Hannovers Partnerstadt Leipzig gezeigt werden, wo die sogenannte Legida demonstriert. Nachdem gestern eine Privatperson die Kundgebung des hannoverschen Pegida-Ablegers die Demo für den 12. Januar angemeldet hatte, wird die Solidaritätsbewegung für Leipzig nun zur Gegendemo.

Ein Vorbild, wie man sich erfolgreich der Pegida-Bewegung entgegenstellt, könnte Köln sein: Dort wurde am Montagabend zuerst der Dom aus Protest verdunkelt, wenig später sagten die Pegida-Veranstalter ihren Marsch ab, weil die Zahl der Gegendemonstranten zu groß gewesen war.

dpa/jki/frs

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