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Niedersachsen Masernausbruch in Niedersachsen: Kreise Peine und Hildesheim betroffen
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15:45 03.12.2019
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut rät allen nach 1970 Geborenen dringend zur Impfung gegen Masern. Quelle: Marius Becker/dpa
Hannover

In Niedersachsen sind erneut die Masern ausgebrochen. Betroffen sind laut Landesgesundheitsamt (NLGA) die Landkreise Peine und Hildesheim. Insgesamt vier Personen seien bisher erkrankt, teilte die Behörde am Dienstagmittag mit. Die Gesundheitsämter der beiden Kreise hätten Maßnahmen ergriffen, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Dazu gehörten unter anderem die Ermittlung und Information von möglichen Kontaktpersonen der Erkrankten.

Laut NLGA ist die erste Erkrankung im Kreis Hildesheim aufgetreten. Es bestehe jedoch kein Bezug zu den Fällen des Masernausbruchs im Frühjahr 2019. Die betroffene Person habe sich während einer Auslandsreise angesteckt. Auch im benachbarten Kreis Peine ist danach eine Masernerkrankung bestätigt worden, die mit den Masernfällen im Kreis Hildesheim in Verbindung steht.

Seit Jahresbeginn 89 Masernfälle

Insgesamt sind seit Jahresbeginn in Niedersachsen 89 Masernfälle registriert worden – so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Eine Person starb infolge der Erkrankung. 43 dieser Fälle gehören zu dem größeren Masernausbruch im Kreis Hildesheim im Frühjahr dieses Jahres. In den vergangenen Jahren – und auch 2019 – zeigte sich laut NLGA, dass neben Kindern immer mehr junge Erwachsene erkranken. Bei den bislang in diesem Jahr bekannten Masernfällen sei mehr als die Hälfte der Patienten 20 Jahre und älter. Der Impfschutz sei in dieser Altersgruppe besonders wichtig, betonte die Gesundheitsbehörde.

Nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut sollten alle Menschen, die nach 1970 geboren sind, dafür Sorge tragen, dass sie zumindest einmal im Erwachsenenalter gegen Masern geimpft sind – es sei denn, im Impfausweis sind zwei Impfungen gegen Masern dokumentiert. Bei vor 1970 geborenen Personen sei aufgrund der hohen Ansteckungswahrscheinlichkeit von Masern im Kindesalter ein Immunschutz zu erwarten, eine Impfung sei somit in der Regel nicht erforderlich.

Keine harmlose Kinderkrankheit

Masern zählen zu den Erkrankungen mit der höchsten Infektiosität. Das Masernvirus wird sehr leicht und noch bevor erste Krankheitszeichen aufgetreten sind, als Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen von Mensch zu Mensch übertragen. Eine Maserninfektion sei keine harmlose Kinderkrankheit, betonte das NLGA. Sie verursache hohes Fieber, Husten, eine Entzündung der Augenbindehaut und einen typischen Hautausschlag. Möglich seien auch Komplikationen wie Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Durchfälle sowie eine Entzündung des Gehirns (Enzephalitis). Eine schwere Masernerkrankung könne auch zum Tod führen.

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Von Marco Seng

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