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Niedersachsen Lüneburg: Arena-Neubau wird mehrere Millionen Euro teurer
Nachrichten Politik Niedersachsen Lüneburg: Arena-Neubau wird mehrere Millionen Euro teurer
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18:48 24.04.2019
Auf dem 15.500 Quadratmeter großen alten Schlachthofgeländes an der Lüner Rennbahn soll bis 2020 eine Mehrzweckhalle entstehen. Quelle: Andreas Tamme
Lüneburg

Die Halle soll 3500 Besuchern Platz bieten und Spitzensport beherbergen: Der Landkreis Lüneburg baut derzeit eine neue Mehrzweckhalle, in der unter anderem der Volleyball-Bundesligist SVG Lüneburg seine Heimspiele austragen soll. Doch das Projekt läuft aus dem Ruder. Mehrmals schon musste der Landkreis die Kosten nach oben korrigieren, inzwischen soll die Halle Ausgaben von 25,7 Millionen Euro nötig machen. Diese Kostenschätzung hatte die Verwaltung im März vorgelegt.

Der Bund der Steuerzahler erhebt nun schwere Vorwürfe gegen den Landkreis Lüneburg. „Bei der Arena Lüneburger Land wurden alle Todsünden öffentlicher Bauvorhaben begangen“, sagt der Landesvorsitzende Bernhard Zentgraf und bemängelt „unklare Projektorganisation, mangelhaftes Controlling, unzureichende Bauherrenkompetenz sowie fehlende Transparenz“. Er fordert den Landkreis auf, die Missstände rund um den Bau aufzuarbeiten und öffentlich zu machen, „welche strukturellen und personellen Konsequenzen er daraus zieht“.

Der Steuerzahlerband spricht davon, dass die Kosten von ursprünglich 10,3 Millionen Euro sich inzwischen mehr als verdoppelt hätten. „Möglicherweise hätte der Kreistag dem Bau der Arena in der geplanten Ausführung nie zugestimmt, wenn er die vollständigen Kosten vor Baubeginn rechtzeitig auf dem Tisch gehabt hätte“, sagt Zentgraf.

Eine Sprecherin des Landkreises entgegnet, dass der Kreistag im Dezember bereits Kosten von 19,3 Millionen Euro beschlossen hatte. Bei den 10,3 Millionen Euro, die der Bund der Steuerzahler anführe, müsse es sich um eine deutlich ältere, erste Kostenschätzung handeln.

Der Landkreis hatte bereits angekündigt, die Kostensteigerung durch das Rechnungsprüfungsamt und einen Fachanwalt prüfen zu lassen. Auch die Betriebskosten der Arena und die Erwartungen an die Auslastung sollen untersucht werden – allerdings hat der Landkreis mit der Campus Management GmbH inzwischen schon einen Betreiber gefunden.

Der Verband kritisiert ebenfalls, dass ein Verkehrskonzept fehle. Es sei leichtsinnig gewesen, das verkehrsintensive Bauprojekt zu beginnen, ehe geklärt ist, wo die Besucher parken können und wie sie zur Arena gelangen. Erarbeitung und bauliche Umsetzung des Konzepts würden weitere Kosten verursachen, mutmaßt der Landesvorsitzende Zentgraf.

Arena für Volleyball und Konzerte

Die ersten Überlegungen zum Bau der Arena Lüneburger Land stammen aus dem Jahr 2012. Im Jahr 2016 wurden die Planungen zum Bau der Arena konkreter, als man sich auf den Standort des 15.500 Quadratmeter großen alten Schlachthofgeländes an der Lüner Rennbahn verständigen konnte. Baubeginn war schließlich im Januar dieses Jahres, derzeit ruhen die Arbeiten allerdings bis Juli. Die Statik der Halle müsse erneut überarbeitet werden, teilte die Landkreissprecherin mit.

Die Arena soll mit ihren 1600 Quadratmetern neben Sportveranstaltungen auch Platz für andere Veranstaltungen, Messen und Konzerte bieten. Nach derzeitigem Stand der Dinge soll die Arena 2020 fertig sein.

Von Johanna Stein

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