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Niedersachsen Kritiker fordern Beseitigung aller Althalden in Niedersachsen
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15:00 01.05.2019
Die Luftaufnahme zeigt den Kaliberg des Bergbauunternehmens Kali und Salz am Standort Siegfried-Giesen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Angesicht einer möglichen Gefährdung des Grundwassers durch Salzwasser aus der Kaliproduktion fordert der „Aktionskreis Kali und Salz“ die Landesregierung auf, alle Althalden in Niedersachsen zu beseitigen: entweder durch eine Rückversetzung in Bergwerke oder durch die Verwertung der Rückstandssalze. Jede neue Kaliproduktion müsse rückstandsfrei erfolgen. „Kalihalden dürfen nicht als Deponieflächen zur Entsorgung von Industrieabfällen, Bauschutt und belasteten Böden eingeplant werden“, heißt es weiter in einem Positionspapier des Arbeitskreises, das der HAZ vorliegt. Haldenabdeckungen jeglicher Art dürften nicht mehr genehmigt werden. Die bestehenden Genehmigungen in Sehnde und Bokeloh müssten zurückgenommen werden.

Der Arbeitskreis, in dem die Grünen, der Umweltschutzverband BUND und Bürgerinitiativen aus den Kali-Standorten vertreten sind, bezeichnete die Altlasten der Kali-Industrie in dem Papier als „Gefahr für Mensch und Umwelt“. Die Kaliproduktion habe in Niedersachsen an mehreren Standorten Rückstandshalden hinterlassen. Durch Niederschläge werde das Salz ausgewaschen, in angrenzende Gewässer eingeleitet und versickere unkontrolliert ins Grundwasser. Das Grundwasser sei an allen untersuchten Standorten versalzen. Sogar Naturschutzgebiet seien bedroht. „Halden-Abdeckungen sind nicht geeignet, die Bildung und den Abfluss von salzigen Wässern zu unterbinden“, heißt es weiter.

Der Arbeitskreis forderte zudem, alle Grundwasser- und Fließgewässerschäden sowie Bodenschäden auf Kosten der Betreiber und Verursacher zu sanieren – sowie eine „effektive und transparente Überwachung durch unabhängige Behörden und Institutionen“. Die Kalihalden müssten nach dem strengeren Deponierecht behandelt werden und nicht nach Bergrecht.

Der Streit um die Kalihalden in Niedersachsen hatte sich in jüngster Zeit zugespitzt. Am Montag hatten der BUND und die Bürgerinitiative Giesen-Schacht gegen die Genehmigung der Wiederinbetriebnahme des Kaliwerks Giesen (Kreis Hildesheim) geklagt. In der vergangenen Woche hatten rund 300 Menschen in Hannover gegen eine geplante „Bauschuttummantelung“ der Halde in Ronnenberg demonstriert.

Von Marco Seng

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