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Niedersachsen Staatsminister Hendrik Hoppenstedt: „Corona-Maßnahmen kommen für viele Länder zu spät“
Nachrichten Politik Niedersachsen

Hendrik Hoppenstedt kritisiert neue Corona-Beschlüssen scharf

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20:01 19.11.2021
„Das ist alles nett, aber das hätte uns nur vor sechs Wochen entscheidend geholfen“: Hendrik Hoppenstedt (CDU), Staatsminister im Kanzleramt.
„Das ist alles nett, aber das hätte uns nur vor sechs Wochen entscheidend geholfen“: Hendrik Hoppenstedt (CDU), Staatsminister im Kanzleramt. Quelle: Moritz Frankenberg/Robert Michael/dpa
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Hannover

Scharfe Kritik an den jüngsten Beschlüssen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie kommt aus dem Kanzleramt: Die Maßnahmen wie 2 G und 2 G plus bei Veranstaltungen kämen für einige Länder mit niedriger Impfquote zu spät, um die vierte Welle zu brechen. „Das ist alles nett, aber das hätte uns nur vor sechs Wochen entscheidend geholfen“, sagte der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Hendrik Hoppenstedt (CDU), der HAZ.

Hoppenstedt hält Lockdown für nötig

Hoppenstedt nannte es „unverantwortlich“, dass bei einer weiteren Verschärfung der Lage kein allgemeiner Lockdown möglich sei. „Niemand wünscht sich das, aber in Sachsen und anderen Ländern wird es notwendig werden. Dass man zukünftig nicht einmal Gaststätten in Hotspots schließen kann, wird der Realität nicht lange standhalten“, sagte der CDU-Chef der Region Hannover.

Die Hauptschuld für Versäumnisse sieht Hoppenstedt beim designierten Kanzler Olaf Scholz (SPD) und den laufen Verhandlungen über eine Ampel-Koalition. Das Kanzleramt habe bereits vor vier Wochen auf eine Bund-Länder-Konferenz gedrängt. „Es wurde schlichtweg verhindert, weil Scholz die FDP nicht verärgern und die Bildung der Ampelkoalition nicht gefährden wollte“, sagte der CDU-Politiker. „Das viel zu lange Zuwarten erinnert mich an den Oktober letzten Jahres, wo die Ministerpräsidenten auch zu spät eingegriffen haben. Die Realität wird alle noch einholen.“

Von Marco Seng