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Niedersachsen Greenpeace: Behörden-Akten stellen Eignung Gorlebens infrage
Nachrichten Politik Niedersachsen Greenpeace: Behörden-Akten stellen Eignung Gorlebens infrage
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12:05 13.04.2010
Der Salzstock Gorleben soll zum atomaren Endlager werden.
Der Salzstock Gorleben soll zum atomaren Endlager werden. Quelle: dpa
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Der niedersächsische Salzstock Gorleben hätte nach Angaben von Greenpeace „von Anfang an“ nie als mögliches Endlager für Atommüll zugelassen werden dürfen. Das belegten jetzt bekanntgewordene niedersächsische Behörden-Akten von Mitte der 70er Jahre.

Die Angaben in den alten Akten zeigten, dass dortige Wassereinlagerungen „verschwiegen wurden, die zum Ausschluss des Standortes hätten führen müssen“, erläuterte Atomexperte Mathias Eder von Greenpeace am Dienstag in Berlin. Die Koalition solle jetzt endlich diesen Standort aufgeben.

Belegt werde in den Unterlagen auch, dass die Vorauswahl für Gorleben unter dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht (CDU) politisch motiviert und wissenschaftlich nicht abgesichert war. Greenpeace will die Akten nach und nach ins Internet stellen. Die Organisation stützt den Anspruch auf Akteneinsicht bei der Landesregierung auf das Umweltinformationsgesetz. „Bis jetzt konnten 110 Aktenbände mit vertraulichen Kabinettsvorlagen, Gesprächsprotokollen, Vermerken und Studien mit mehr als 12.000 Einzelseiten ausgewertet werden“, sagte Eder.

Link zur Greenpeace-Datenbank mit den angeblichen Regierungsakten www.gorleben-akten.de

dpa

Karl Doeleke 12.04.2010
Karl Doeleke 12.04.2010