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Niedersachsen Polen hat Interesse am Wasserstoffzug
Nachrichten Politik Niedersachsen Polen hat Interesse am Wasserstoffzug
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17:40 17.09.2018
Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) will den wirtschaftlichen Kontakt mit Polen intensivieren. Quelle: Holger Hollemann/dpa (Archiv)
Warschau

Niedersachsen will wirtschaftlich noch enger mit Polen zusammenarbeiten – vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Transport und Digitalisierung. Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) ist deshalb am Sonntagabend gemeinsam mit rund 50 Unternehmern aus Niedersachsen zu einer viertägigen Reise ins Nachbarland aufgebrochen. Die Delegation will in Warschau, Września und Posen polnische Vertreter aus Wirtschaft und Politik treffen und sich austauschen.

Althusmann vermeldete am Montag einen ersten Erfolg. In Polen gebe es großes Interesse am neuen Brennstoffzellenzug, der am Sonntag erstmals in Bremervörde im Einsatz war, sagte Althusmann der HAZ in Warschau. Neue Antriebstechnologien seien in Polen offensichtlich ein wichtiges Thema. „Wir werden den Wasserstoffzug überall anbieten.“ Bei einem Treffen mit dem polnischen Digitalisierungsminister Marek Zagorski warb Althusmann um eine verstärkte Zusammenarbeit beim Breitbandausbau und der Entwicklung neuer Technologien.

Nach Angaben des Ministeriums hat der polnische Markt für niedersächsische Unternehmen eine noch höhere Bedeutung als für die bundesweiten Firmen. Bis November 2017 erreichte das Liefervolumen 3,7 Milliarden Euro, ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 12 Prozent. In der Rangfolge der 50 wichtigsten Außenhandelspartner Niedersachsens lag Polen gemessen am Gesamtaußenhandelsvolumen (Import und Export) im Jahr 2017 auf Rang 3.

Polen ist ein wichtiger Handelspartner für Niedersachsen und bietet für deutsche Unternehmen attraktive Geschäftschancen. Wir wollen die guten Wirtschaftsbeziehungen beider Länder weiter ausbauen“, sagte Althusmann. Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, Volker Müller, bezeichnete Polen wichtigen Produktionsstandort für mittelständische Unternehmen aus Niedersachsen. „Die Fachkräfte sind dort gut ausgebildet und dennoch bezahlbar.“

Die Delegation reist am heutigen Dienstag weiter nach Września, um das VW-Crafter-Werk zu besichtigen. In Posen steht am Mittwoch vor allem der Besuch des Messe-Geländes im Mittelpunkt. Zudem wird dort die 25-jährige Partnerschaft zwischen Niedersachsen und der Woiwodschaft Großpolen gefeiert.

Von Marco Seng

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