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Niedersachsen Corona: Diese neuen Regeln gelten ab Montag in Niedersachsen
Nachrichten Politik Niedersachsen Corona: Diese neuen Regeln gelten ab Montag in Niedersachsen
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21:56 22.03.2020
Menschenleere City: Polizei fährt am Kröpcke durch die Fußgängerzonen in der Innenstadt von Hannover. Das öffentliche Leben in Niedersachsen wird weiter eingeschränkt. Quelle: Peter Steffen/dpa
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Hannover

Friseure, Kosmetik- und Tattoostudios müssen ab sofort geschlossen bleiben. Banken, Tankstellen und Waschsalons dürfen weiter öffnen. Niedersachsen hat nach den Beschlüssen von Bund und Ländern zur Corona-Bekämpfung am Sonntagabend eine Allgemeinverfügung erlassen, die die Einschränkungen im öffentlichen Leben in den kommenden Wochen weiter einschränkt. Grundlage dafür ist das Infektionsschutzgesetz.

1,5 Meter Mindestabstand

Nicht mehr möglich: Der Friseurbesuch. Quelle: Carsten Rehder/dpa

Im Kern geht es in der Allgemeinverfügung um die Einschränkung von Kontakten in der Öffentlichkeit. Deshalb werden künftig auch „nicht dringend notwendige Dienstleistungen“ untersagt, bei denen der geforderte Mindestabstand zwischen Menschen von mindestens 1,5 Meter nicht einzuhalten ist. Darunter fallen die bereits genannten Friseure, Kosmetik-, Tattoo- und Nagelstudios sowie Physiotherapeuten (es sei denn eine Behandlung ist durch ärztliche Bescheinigung als unaufschiebbar erklärt).

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Arztbesuch bleibt möglich

Betroffen sind auch Baumärkte, die keine Waren mehr an Privatkunden verkaufen dürfen. Gewerbliche Kunden müssen ihre Berechtigung nachweisen. Auf Wochenmärkten sind nur noch Verkaufsstände für Lebensmittel erlaubt. Arztbesuche, medizinische Behandlungen und Blutspenden bleiben ausdrücklich erlaubt. Auch Apotheken, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker und Drogerien dürfen öffnen.

Supermärkte, Banken, Tankstellen offen

Die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs bleibt erhalten: Darunter fallen auch Tankstellen. Quelle: Christophe Gateau/dpa

Die Versorgung mit Lebensmitteln, Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs ist weiterhin bei folgenden Einrichtungen möglich: Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Großhandel, Tierbedarf, Versandhandel, Post, Banken, Tankstellen, Kfz- und Fahrrad-Werkstätten, Reinigungen, Zeitungsverkauf sowie Waschsalons.

Betretungsverbote für öffentliche Plätze

Spielplätze sind bereits geschlossen, jetzt können Städte und Landkreise weitere öffentliche Plätze sperren. Quelle: Jan Woitas/dpa

Landkreise und kreisfreie Städte können für bestimmte öffentliche Plätze in ihrem Zuständigkeitsbereich generelle Betretungsverbote erlassen. Der Umgang mit Erntehelfern, Saisonarbeitern und Werkarbeitskräften wird gesondert geregelt.

Bußgelder bis 25.000 Euro

Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 25.000 Euro. Die Regelungen gelten zunächst bis zum 18. April, können aber verlängert werden.

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Von Marco Seng