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Corona: Booster-Impfung in Niedersachsen schneller möglich

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14:42 10.12.2021
Daniela Behrens (SPD), Gesundheitsministerin von Niedersachsen.
Daniela Behrens (SPD), Gesundheitsministerin von Niedersachsen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

In Niedersachsen sind Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus jetzt schneller möglich. Die von der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorgegebenen sechs Monate – oder im Einzelfall fünf Monate – müssen nicht mehr eingehalten werden. Das kündigte das Gesundheitsministerium am Freitag an. Zuvor hatte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) mitgeteilt, dass eine Booster-Impfung auch nach drei Monaten sinnvoll und medizinisch unbedenklich sei.

Nicht starr an sechs Monaten festhalten

Das Ministerium habe die Gesundheitsämter gebeten, nicht starr an einem Abstand von sechs Monaten zwischen der Zweitimpfung und der Auffrischungsimpfung festzuhalten, wenn Menschen bereits lange Zeit in der Schlange eines Impfangebots gewartet hätten, erklärte Ministeriumssprecher Oliver Grimm. Vor dem Hintergrund der zu befürchtenden Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante sei es wichtig, dass möglichst viele Niedersachsen eine Auffrischungsimpfung erhielten.

Laut Grimm hat das Ministerium auf Rückfrage einiger Gesundheitsämter darüber hinaus mitgeteilt, dass ein Abstand zur zweiten Impfung von vier Wochen keinesfalls unterschritten werden sollte. Die Entscheidung über Impfungen liege aber bei den Ärzten, das könne das Land nicht vorgeben. Das Ministerium forderte die Bürger, die ein kommunales Angebot für eine Auffrischungsimpfung in Anspruch nehmen wollen, auf, sich beim eigenen Landkreis oder der eigenen Stadt darüber zu informieren, welche Personengruppen diese erhalten können.

Behrens bittet Jüngere um Rücksicht

„Unser Ziel muss es weiterhin sein, vordringlich diejenigen mit einer Auffrischungsimpfung zu versorgen, die aufgrund ihres Alters oder aus medizinischen Gründen ein höheres Risiko tragen, schwer an COVID-19 zu erkranken und deren zweite Impfung schon länger zurückliegt“, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Sie bitte deshalb insbesondere die jungen und gesunden Niedersachsen, deren zweite Impfung noch nicht lange zurückliege, noch um ein wenig Zurückhaltung und Solidarität.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) haben bisher 21,2 Prozent der Niedersachsen eine Booster-Impfung erhalten. Bei den über 60-Jährige sind es 38,4 Prozent.

Von Marco Seng