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Niedersachsen Beförderung von Polizisten soll gerechter werden
Nachrichten Politik Niedersachsen Beförderung von Polizisten soll gerechter werden
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16:48 08.07.2010
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Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten für Polizisten in Niedersachsen sollen gerechter werden. Bislang gebe es im Süden des Landes mehr feste Stellen für Hauptkommissare als im Norden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Ein neues Konzept sehe vor, dass die Polizeidirektionen über knapp 660 der 2358 Posten im Land eigenständig entscheiden können. Die restlichen 1700 Stellen würden fest im Land verteilt.

„Dadurch sollen die Beförderungsmöglichkeiten zum Hauptkommissar in allen Regionen des Landes nahezu gleich werden“, sagte der Sprecher. Dass es zum Beispiel in Braunschweig über 50 Hauptkommissare mehr gebe als in Oldenburg, obwohl dort 600 Beamte mehr arbeiteten, sei nicht gerecht.

Scharfe Kritik an der geplanten Neuregelung kommt von der Gewerkschaft der Polizei in Niedersachsen. „Das neue Konzept sorgt bei uns für absolute Unruhe“, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende, Dietmar Schilff, am Donnerstag. Eine Blitzumfrage in den Polizeidirektionen habe ergeben, dass 98 Prozent der Beamten gegen die Neuregelung seien.

Durch die Verteilung der Stellen im Land seien rund 14 000 Beamte dauerhaft von der Beförderung ausgeschlossen. Zudem würden Polizisten mit Familien und allein erziehende Beamte benachteiligt, da sie für eine Beförderung nicht ohne Weiteres umziehen könnten.

Auch von der SPD-Fraktion im Landtag kam Kritik an dem Konzept. Die Neuverteilung würde für einen Stellentourismus durch ganz Niedersachsen sorgen, teilte der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Klaus-Peter Bachmann, am Donnerstag mit.

dpa