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Niedersachsen Agrarministerin verteidigt sich gegen Kritik
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10:18 30.04.2010
Niedersachsens neue Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU)
Niedersachsens neue Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU) Quelle: ap (Archiv)
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Niedersachsens neue Agrarministerin Astrid Grotelüschen sagte in Hannover: „Die geltenden Tierschutzgesetze werden eingehalten.“ Oberstes Ziel sei es, „dass das Küken, das schlüpft, optimal startet und beim Landwirt gesund groß wird“. Tierschützer und auch die Grünen im Landtag kritisierten, die Ministerin stehe für eine Massentierhaltung. Es gab Vorwürfe, die Tiere würden nicht artgerecht gehalten.

Grotelüschen weiter: „Jedes Tier, das verenden würde, stellt einen wirtschaftlichen Verlust dar. Das kann nicht in unserem Interesse sein.“ Für den Verbraucher solle ein hochwertiges Produkt hergestellt werden, bei dem auch das „Preis-Leistungs-Verhältnis“ gut sei. Die Familie der Ministerin hat in Ahlhorn im Oldenburger Land einen der größten Betriebe in Deutschland, in dem Eier ausgebrütet und die Küken an Landwirte weiterverkauft werden.

Grotelüschen unterstützt zudem die Ansiedlung des geplanten Geflügelschlachthofes in Wietze (Kreis Celle). „Mit dem Geflügelschlachthof werden Arbeitsplätze entstehen, die auch dazu führen, dass Handwerksbetriebe Arbeit bekommen und davon profitieren werden“, sagte sie. Außerdem wachse der Markt für Geflügel. „Es gibt eine Nachfrage nach diesem Produkt, zu diesem Preis und dieser Qualität. Das ist der Anlass für das Unternehmen, zu expandieren.“

Bürger protestieren gegen den Schlachthof. Im Umkreis von 100 Kilometern um Wietze herum sollen auch mehr als 400 neue Mastställe entstehen.

dpa