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11:43 17.12.2018
Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich im Rennen um den CDU-Vorsitz gegen Friedrich Merz durchgesetzt. Nun wird versucht, Merz in die Partei einzubinden. Hier ein Bild aus den Tagen vor der Entscheidung. Quelle: Jan Woitas/dpa
Berlin

Zusammenhalt, den haben sie alle in der CDU beschworen nach dem Wettbewerb um den Parteivorsitz und dem knappen Ausgang. Ein wirklich angenehmer Termin wird es nicht gewesen sein, das Treffen von Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz. Die neue CDU-Chefin und ihr knapp unterlegener Konkurrent berieten über mögliche Formen der künftigen Zusammenarbeit. Herausgekommen ist erst einmal nichts, nichts als leere Worte zumindest. Aber neben Appellen muss es eben auch die Bereitschaft zur Kooperation geben.

Merz lässt sich ganz offenkundig bitten. Einen Posten im Parteipräsidium hat er ausgeschlagen. Einen Ministerjob im Kabinett Merkel wird es voraussichtlich nicht geben, weil einerseits Merkel kein Interesse an einer Kabinettsumbildung und an einem Minister Merz hat und andererseits Merz’ Begeisterung für Unterordnung sich in engen Grenzen hält.

Da bleibt nicht mehr viel außer eine Art Beraterposten für die CDU, so wie er nun auch schon diskutiert wird. Kramp-Karrenbauer hat kaum eine andere Wahl. Sie ist zwar die Chefin, aber ohne einen wenigstens ansatzweise offiziellen Titel für ihren Star werden sich die enttäuschten Merz-Fans kaum befrieden lassen.

Für Merz ist die Angelegenheit eigentlich recht bequem: Er kann künftig die Lage der CDU von der Seitenlinie kommentieren, ohne sich mit lästigen Gremiensitzungen aufhalten zu müssen oder gar durch Beschlüsse in möglicherweise auch mal unangenehme Entscheidungen mit eingebunden zu sein. Sein Name schwebt weiter als Verheißung durch die CDU.

Ob die CDU so wirklich zu neuem Zusammenhalt findet, liegt daran, wie Merz sich verhält. Wenn es neben der Parteichefin künftig noch einen selbst ernannten heimlichen Vorsitzenden gibt, wird es für die CDU nicht aufwärts gehen.

Von Daniela Vates/RND

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