Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt UN-Menschenrechtler kritisieren Umgang mit Assange
Nachrichten Politik Deutschland / Welt UN-Menschenrechtler kritisieren Umgang mit Assange
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:58 03.05.2019
Immer wieder demonstrieren zahlreiche Menschen weltweit für die Rechte des Wikileaks-Gründers. Quelle: Matt Dunham/AP/dpa
London

UN-Menschenrechtsexperten haben die Verurteilung des Wikileaks-Gründers Julien Assange zu 50 Wochen Haft in Großbritannien kritisiert. Assange war wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen verurteilt worden. Das sei eine unverhältnismäßige Strafe für ein unbedeutendes Vergehen, befand die Arbeitsgruppe zu willkürlichen Inhaftierungen. Sie verlangte am Freitag in Genf die Freilassung von Assange.

Der Australier (47) werde in einem Hochsicherheitsgefängnis festgehalten, als habe er ein Verbrechen begangen. „Diese Behandlung scheint dem Prinzip der Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit zu widersprechen, die in Menschenrechtsstandards vorgesehen sind“, teilte die Arbeitsgruppe mit. Sie hatte sich schon 2015 für Assange eingesetzt.

USA werfen Assange Verschwörung vor

Die USA wollen Assange wegen der Veröffentlichung geheimer Militärdokumente zum US-Einsatz im Irak und in Afghanistan den Prozess machen. Sie werfen ihm Verschwörung mit der amerikanischen Whistleblowerin Chelsea Manning vor, die Wikileaks die Dokumente 2010 gegeben hatte. Assange war vor einer drohenden Auslieferung 2012 in der Botschaft Ecuadors in London geflüchtet.

Weil die ecuadorianische Regierung im das Asyl entzog, war er dort am 11. April festgenommen worden. Am Donnerstag lehnte er bei einer gerichtlichen Anhörung in London seine Auslieferung an die USA ab.

Mehr zu Julian Assange

Festnahme in Großbritannien: Assange wird bei drohender Todesstrafe nicht ausgeliefert

Wortloser Protest: Dieses Buch hält Julian Assange in Richtung Kameras

Chronik: Julian Assange – vom Wikileaks-Gründer zum Staatsfeind

Jahre im Exil: Der irre Lebensweg des Wikileaks-Gründers Julian Assange

Leben in der Botschaft: Streit zwischen Ecuador und Assange verschärft sich

Von RND/dpa/lf

Plagiatsprüfer haben sich die Doktorarbeit von Franziska Giffey einmal genauer angesehen – und erheben nun Vorwürfe gegen die SPD-Politikerin. Hat die Familienministerin wissentlich geschummelt?

03.05.2019

Konservative und die Springerpresse werfen Juso-Chef Kevin Kühnert vor, mit seinen Sozialismus-Thesen die DDR zu verherrlichen. Unsinn, sagt SPD-Ostbeauftragter Martin Dulig. Und erhebt seinerseits Vorwürfe.

03.05.2019

Erneut ist ein Boot mit Flüchtlingen gekentert, diesmal in der türkischen Ägäis. Vier Frauen und fünf Kinder starben. Einige Personen werden noch vermisst.

03.05.2019