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Deutschland / Welt „Was hat der geraucht?“ Parteikollege wettert gegen Kevin Kühnert
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Was hat der geraucht?“ Parteikollege wettert gegen Kevin Kühnert
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22:46 01.05.2019
Juso-Chef Kevin Kühnert bekommt Kritik aus den eigenen Reihen. Quelle: dpa
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Hannover

Da hat Kevin Kühnert von der SPD etwas losgetreten. Der Juso-Chef sagte in einem Interview mit der „Zeit“, dass es durchaus eine Lösung wäre, Firmen wie BMW zu enteignen: „Ohne Kollektivierung ist eine Überwindung des Kapitalismus nicht denkbar. Mir ist weniger wichtig, ob am Ende auf dem Klingelschild von BMW ,staatlicher Automobilbetrieb‘ steht oder ,genossenschaftlicher Automobilbetrieb‘ oder ob das Kollektiv entscheidet, dass es BMW in dieser Form nicht mehr braucht.“ Entscheidend sei, dass die Verteilung der Profite demokratisch kontrolliert werde. „Das schließt aus, dass es einen kapitalistischen Eigentümer dieses Betriebes gibt.“

Die Aussagen von Kevin Kühnert kamen offenbar nicht bei allen gut an. Auch in der eigenen Partei sorgte das Interview teilweise für Verwunderung. So twitterte Johannes Kahrs von der SPD am Mittwochabend: „Was für ein grober Unfug. Was hat der geraucht? Legal kann es nicht gewesen sein.“

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CSU-Generalsekretär Markus Blume kritisierte den Juso-Chef scharf: „Kühnert soll in die Linkspartei eintreten. Mit solchen Leuten ist kein Staat zu machen und kann eine Regierung nicht funktionieren“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die systemverändernden Sozialismus-Phantasien des Juso-Vorsitzenden seien ein schwerer Rückfall der SPD in klassenkämpferische Zeiten. „Die SPD-Spitze muss sich deutlich von solchen Hirngespinsten distanzieren.“ Mit solchen Vorstößen mache sich die SPD lächerlich und verunsichere gleichzeitig diejenigen, die Wohnraum schaffen wollten.

Von RND/dpa/mrz