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Deutschland / Welt Umfrage: Grüne stürzen in Brandenburg ab, CDU in Sachsen klar vor AfD
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19:22 22.08.2019
Hoffen und Bangen: Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer kann auf eine zweite Amtszeit hoffen, für Brandenburgs SPD-Regierungschef Dietmar Woidke könnte es knapp werden. Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/d
Berlin

Zehn Tage vor der Landtagswahl in Sachsen liegt die CDU in einer ARD-Wahlumfrage mit 30 Prozent der Zweitstimmen deutlich vor der AfD (24 Prozent). Im Vergleich zu Anfang Juli konnte die Union damit vier Prozentpunkte zulegen, die AfD verliert zwei Punkte.

Auch in Brandenburg wird es spannend: So ist dort der Höhenflug der Grünen vorerst gestoppt. Bei der "Sonntagsfrage" kam die Ökopartei auf einen Stimmanteil von 12 Prozent kommen - fünf Prozentpunkte weniger als noch bei der Juni-Umfrage. Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der ARD-„Tagesthemen“ hervor. Es wäre dann allerdings immer noch eine Verdoppelung des Wahlergebnisses von 2014, als die Grünen auf 6,2 Prozent kamen.

Brandenburg: AfD gleichauf mit SPD

Die SPD erholte sich in Brandenburg gegenüber der Juni-Umfrage um vier Punkte auf 22 Prozent. Es wäre dennoch ein Absturz: Das letzte Landtagswahlergebnis lag bei 31,9 Prozent. Nun liegt in der aktuellen Umfrage die AfD gleichauf, die sich gegenüber Juni um einen Prozentpunkt Verbessert hat. 2014 war die AfD auf 12,2 Prozent gekommen.

Auf Platz 3 im Potsdamer Landtag läge die CDU, die mit einem Stimmenanteil von 18 Prozent (2013: 23,0 Prozent) Verluste zu verzeichnen hätte. Auf den vierten Platz käme die Linke mit 15 Prozent (2014: 18,6 Prozent). Die FDP, die 2014 mit Rekordtief (1,5 Prozent) aus dem Potsdamer Landtag ausgeschieden war, kann zulegen, ihr Wiedereinzug ist mit aktuell fünf Prozent aber noch offen.

Rot-rot-grüne Mehrheit nicht sicher

Wäre dies der tatsächliche Wahlausgang, hätte die amtierende rot-rote Regierung laut Infratest Dimap keine Mehrheit im Landtag mehr. Die Regierungsbildung wäre bei diesen Mehrheitsverhältnissen voraussichtlich auch ausgesprochen schwierig: für Zwei-Parteien-Bündnisse gäbe es nach dem aktuellen Stand keine Mehrheit im Landtag.

Eine rot-rot-grüne Dreierkoalition hätte dann eine Mehrheit, wenn die Freien Demokraten nicht im Landtag vertreten wären. Rechnerisch möglich wäre ein Bündnis aus SPD, CDU unter Einschluss von entweder Grünen oder Linke.

Sachsen: Gute Noten für CDU-Regierung

In Sachsen klären sich derweil die Verhältnisse: Hinter dem klaren Umfragen-Sieger CDU mit 30 Prozent (+4) und der zweitplatzierten AfD 24 (-2) liegt mit wiederum deutlichem Absatz von acht Prozentpunkten Die Linke mit 16 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 11 Prozent (-1 gegenüber dem Juli) und der SPD mit 7 (-2).

Rechnerisch wäre damit eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen möglich. Die Linke ist dabei nach Meinung der Befragten die Partei, die sich am meisten um die Interessen der Ostdeutschen kümmert.

FDP muss bangen

Allerdings ist laut der Umfrage die Hälfte der Sachsen mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden. 44 Prozent der Befragten wollen, dass die CDU weiterhin die Regierung führt, 48 Prozent wünschen sich eine andere Partei an der Spitze. Mit Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) sind derzeit 63 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden.

Die FDP erreicht in Sachsen wie schon im Juli 5 Prozent und muss um den Einzug in den Landtag bangen. Hoffnungen darauf dürfen sich die Freien Wähler machen, die 4 Prozent haben und damit einen Prozentpunkt mehr als zuletzt.

In Brandenburg und Sachsen werden am 1. September die Landtage neu gewählt.

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