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Deutschland / Welt Turnschuhe und Skorpione: Die Kanzlerin bei der Bundeswehr in Mali
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21:01 02.05.2019
Die Schuhe der Kanzlerin: Bei ihrem Besuch bei der Bundeswehr in Mali trägt Bundeskanzlerin Angela Merkel ausnahmsweise mal Turnschuhe. Quelle: Michael Kappeler/dpa
Gao

Es ist eine ihrer gefährlichsten Reisen und die Kanzlerin kommt in Turnschuhen. Angela Merkel macht auf ihrer Afrika-Reise erstmals auch Station bei den rund 850 Bundeswehrsoldaten im nordmalischen Gao. Und das bedeutet: Flug im Truppentransporter A400M statt im Regierungsflieger oder im Hubschrauber. Und eben bequeme weiße Sneaker an den Füßen statt die üblichen Halbschuhe. Mehr Outdoor-Optik gibt es nicht: Ein weißer Blazer muss reichen.

Der muss dann wie Merkel auch Temperaturen von um die 50 Grad trotzen. Merke blickt freundlich in die Hitze und auf den deutschen Kontingentführer und den malischen Gouverneur.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steigt beim Besuch des deutschen Einsatzkontingents in Mali aus der Maschine. Merkel besuchte die Soldaten im Bundeswehr Camp Castor. Den Flug nach Gao absolvierte die Kanzlerin im Militärflugzeug Airbus A400M. Quelle: Michael Kappeler/dpa

Giftige Schlangen und die Frage nach den Krokodilen

Auch der lokale Bürgermeister ist mitgekommen zur Begrüßung. Es gibt ein bisschen höfliches Geplänkel, regional angepasst: Merkel fragt nach dem Fischfang und nach den Krokodile. Keine Krokodile, aber viele Flusspferde, antwortet der Bürgermeister. Auch nicht ungefährlich. Und die deutschen Soldaten erzählen auch noch von giftigen Schlangen, Skorpionen und Kamelspinnen, denen man nicht so gerne begegnen würde.

„Das ist schon speziell“, bemerkt Merkel. „Das sind hier Bedingungen, die wir in Deutschland ja nicht so kennen.“ So kann man es auch ausdrücken. Flusspferde sind zuhause weniger das Problem der Soldaten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht mit Bundeswehrsoldaten des deutschen Einsatzkontingents in Mali. Quelle: Michael Kappeler/dpa

Die Soldaten müssten sehr anpassungsfähig sein – und auch anpassungswillig, fährt Merkel fort. Und sie kommt auch noch auf den Einsatz an sich zu sprechen. Es gebe da „Licht und Schatten“, sagt sie und verspricht den Soldaten im Camp Castor Unterstützung auf der ganzen Linie. Die Sicherheitslage ist schwierig.

Das Land befindet sich seit einem Militärputsch 2012 in einer Krise. Seit 2015 gibt es zwar ein Friedensabkommen. Aber islamistische und andere Rebellengruppen sorgen immer noch für Unruhen und Gewaltausbrüche. Die Uno-Truppe Minusma, die das Land stabilisieren soll, hat insgesamt rund 15.000 Soldaten.

Sie habe ein schlechtes Gewissen, weil sie noch nie zuvor nach Gao gekommen sei, bekundet sie. Aber jetzt ist sie ja da.

Die erste Hürde hat Merkel schon ganz zu Beginn genommen. Der pannenanfällige A400M fliegt nicht nur, er landet auch pünktlich.

Von RND/vat mit dpa

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