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Deutschland / Welt Tunesiens Präsident will Frauenrechte stärken
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18:35 13.08.2018
Tunesiens Präsident Beji Caid Essebsi setzt sich für mehr Gleichberechtigung ein. Quelle: AFP
Tunis

Trotz hitziger Debatten im Land hat Tunesiens Präsident Beji Caid Essebsi angekündigt, einen Gesetzesentwurf zur Stärkung der Frauenrechte ins Parlament einzubringen. Töchter und Söhne sollen in dem nordafrikanischen Land demnächst gleich viel erben - bisher erhält eine Tochter nach dem islamischen Recht der Scharia nur die Hälfte von dem Erbe, das der Sohn bekommt. „Männer und Frauen sind vor der Verfassung gleich, ohne dass es Diskriminierung geben darf“, sagte Essebsi bei einer Ansprache am Montag, bei der er auch seine Pläne detailliert vorstellte.

Geistliche protestieren gegen Regierungspläne

Gegen eine Änderung wehren sich vor allem konservative Kräfte. Erst am vergangenen Samstag protestierten hunderte Tunesier gegen die Regierungspläne. Die Demonstranten, unter ihnen Geistliche, versammelten sich vor dem Parlament und hielten Plakate in die Höhe, auf denen beispielsweise „Nein zur Änderung der göttlichen Worte“ und „Tunesier halten sich an die Lehren des Islam“ stand. Andere hielten den Koran in die Höhe und verurteilten die angepeilten Reformen der Regierung als zerstörerisch für die Identität des Landes.

Auch Frauen demonstrieren gegen die Maßnahmen der Regierung zur Stärkung von Frauen- und Schwulenrechten in Tunesien. Quelle: dpa

Eine von Essebsi eingesetzte Kommission hatte im Juni ihre Vorschläge veröffentlicht, die auch beinhalten, dass Homosexualität - ein Tabu in arabischen Ländern - in Tunesien entkriminalisiert wird.

Tunesien ist als einziges demokratisches Land aus den arabischen Aufständen 2011 hervorgegangen. Die Politik des Landes unterstützt Frauen weit mehr als andere Länder der Region. In dem nordafrikanischen Land leben aber auch viele teilweise radikale Islamisten.

Von RND/dpa

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