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Deutschland / Welt Macht Trump seinen Schwiegersohn zum Stabschef?
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10:30 14.12.2018
Jared Kushner, Berater von US-Präsident Trump, hört während eines Treffens mit neu gewählten Gouverneuren im Konferenzraum des Kabinetts der Vereinigten Staaten im Weißen Haus zu. Quelle: Susan Walsh/AP
Washington

Schwiegersohn des Präsidenten und sein enger Berater, nun bald Stabschef im Weißen Haus? Jared Kushner, Ehemann von Trump-Tochter Ivanka, ist laut „Huffington Post“ für den Posten als Nachfolger des scheidenden Stabschefs John Kelly im Gespräch. Zwei Kandidaten hatten Trump zuvor abgesagt.

Trump kämpft im Weißen Haus derzeit das, was viele in Washington als „die Schlacht seines Politikerlebens“ nennen. Richter und Staatsanwälte beschäftigen sich mit dem Vorgehen der Regierung, enge Vertraute des Präsidenten müssen ins Gefängnis. Donald Trump steht so dicht mit dem Rücken zur Wand wie vermutlich noch nie in seiner fast zwei Jahren währenden Präsidentschaft.

Lesen Sie hier: Trump steckt so tief im Schlamassel wie wohl noch nie

Der politische Gegner ruft nach einer Amtsenthebung, von einer Inhaftierung des Präsidenten nach Verlassen des Oval Office ist gar die Rede. Adam Schiff, demokratischer Kongressabgeordneter und eines der politischen Schwergewichte im Geheimdienstausschuss des Abgeordnetenhauses, sagt so etwas mit einem Lächeln in die Kameras. Er weiß nur zu genau: Trump hat derzeit nicht die Kraft und nicht die Munition, um adäquat zurückzuschießen.

General fiel bei Kushner in Ungnade

Sein Weißes Haus ist noch mehr in Unordnung geraten, als es das ohnehin schon von Beginn seiner Präsidentschaft an war. Trump tut sich sogar schwer, einen Stabschef zu finden, als Ersatz für den ab Jahresende befreiten John Kelly.

Der General hatte sich in internen Streitigkeiten aufgerieben und war bei Trumps Familienmitgliedern, Tochter Ivanka und Schwiegersohn Jared Kushner, in Ungnade gefallen. „Sie schmeißen jetzt den Laden“, zitierte die „New York Times“ jüngst einen Insider. Kelly soll das Paar als „Dilettanten“ bezeichnet haben, die versuchten „Regierung zu spielen“. Und nun auch noch der Bericht, dass ausgerechnet Kushner Kelly im Amt beerben könnte.

Dass Trump die Entlassung Kellys bekanntgab, ohne einen Nachfolger sicher zu haben, und sein Favorit Nick Ayers ihn dann brüsk sitzen ließ – all das ist nur eine Personalie, aber auch ein wichtiges Indiz dafür, wie sich die Zustände im Hause 1600 Pennsylvania Avenue derzeit präsentieren.

Lesen Sie dazu auch: Warum niemand Trumps Stabschef werden will

Trump wird als Mafioso bezeichnet

Selbst mit allen Wassern gewaschene politische Reporter wie die CNN-Chefkorrespondentin Dana Bash riefen entgeistert „Wow!“, als Trump sich am Dienstag auf offener Bühne und vor laufenden Kameras mit den Demokraten Nancy Pelosi und Chuck Schumer stritt - und dabei argumentativ nicht besonders gut aussah.

Trump war angetreten mit der Ankündigung, Politik anders zu machen als das Establishment im für viele Amerikaner verhassten Politikbetrieb von Washington. Mit diesem Versprechen hat er bei seinen Stammwählern im Mittleren Westen gepunktet, der Hass auf die politische Klasse ist ausreichend groß. Allmählich aber lichtet sich das Dickicht, und zum Vorschein kommt ein Donald Trump, der in Medienberichten inzwischen vorsichtig mit einem Mafioso verglichen wird.

Stimmung per Twitter

Ob solcherlei Vergleiche tatsächlich berechtigt sind, mögen erst die nächsten Monate, vielleicht auch Jahre zeigen. Die Arbeit von Sonderermittler Robert Mueller in der Russland-Affäre um Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2016 geht langsam voran und steht unter politischem Dauerbeschuss aus dem Weißen Haus. Kaum ein Tag vergeht, an dem Trump nicht per Twitter Stimmung gegen Mueller machen würde.

Fest steht aber, dass Trump es nie schwerer hatte als derzeit. Schumer und Pelosi zeigten ihm am Dienstag deutlich auf, woher der Wind mit einer demokratischen Mehrheit im Abgeordnetenhaus wehen wird, wenn das Ergebnis der Parlamentswahlen vom November im Januar zum Tragen kommt.

Von RND/dpa

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