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Deutschland / Welt Streik verhindert Vernehmung von Kapitänin Rackete
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Streik verhindert Vernehmung von Kapitänin Rackete
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15:31 08.07.2019
Demonstration in Frankfurt/Main zur Unterstützung von Seenotrettern und Geflüchteten. Quelle: Boris Roessler/dpa
Rom

Die für Dienstag in Agrigent geplante Vernehmung der Kapitänin der „Sea-Watch 3“, Carola Rackete, ist wegen eines Streiks der italienischen Anwälte verschoben worden. Der Gerichtstermin werde voraussichtlich am 18. Juli stattfinden, teilte der Anwalt der Kapitänin, Leonardo Marino, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag auf Anfrage mit.

Die Staatsanwaltschaft in Agrigent wird dann voraussichtlich erst nach dem Sommer entscheiden, ob es zu einem Prozess kommen soll oder ob die Vorwürfe wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung fallen gelassen werden. Rackete sei frei und könne auch bis zu diesem Termin nach Deutschland zurückkehren, sagte der Staatsanwalt am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Rackete soll wegen des unerlaubten Anlegens ihres Schiffs im Hafen von Lampedusa zum Vorwurf der Begünstigung illegaler Einwanderung befragt werden. Im Fall einer Verurteilung droht der Kapitänin eine fünfjährige Haftstrafe.

Ein Untersuchungsgericht hatte vergangene Woche die Anschuldigung zurückgewiesen, Rackete habe beim Anlegen mit der „Sea-Watch 3“ Widerstand und Gewalt gegen ein Kriegsschiff angewandt. Die deutsche Kapitänin war daraufhin aus dem Hausarrest in Agrigent entlassen worden und hatte sich an einen geheimen Ort in Sizilien zurückgezogen.

Carola Rackete hatte sich nach tagelangem Tauziehen mit den italienischen Behörden Ende Juni über das Verbot hinweggesetzt, mit der „Sea-Watch 3“ Lampedusa anzulaufen. Beim Anlegen im Hafen der italienischen Insel hatte sie ein Schiff der Finanzpolizei gerammt. Die Untersuchungsrichterin hatte sich jedoch der Argumentation Racketes angeschlossen, dass es Vorrang gehabt habe, die vor Libyen geretteten Flüchtlinge in einen sicheren Hafen zu bringen. Überdies sei das Boot der Finanzpolizei kein Kriegsschiff.

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Von epd/dpa/RND

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