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Deutschland / Welt Steinmeier legt bei der Kanzlerfrage zu
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Steinmeier legt bei der Kanzlerfrage zu
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12:16 24.04.2009
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier. Quelle: Clemens Bilan/ddp
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Das ergab das am Freitag veröffentlichte Politbarometer. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt mit 53 Prozent aber weiterhin mit großem Abstand vor ihrem Herausforderer, auch wenn sie gegenüber der März-Umfrage vier Prozentpunkte einbüßte.

In der politischen Stimmung verbesserte sich die CDU/CSU erneut leicht auf 41 Prozent (plus eins). Auch die SPD legte zum zweiten Mal in Folge zu und kam auf 27 Prozent (plus zwei). Dagegen hat die FDP mit elf Prozent (minus drei) erneut Einbußen, während die Linke mit neun Prozent ebenso wie die Grünen mit acht Prozent stabil bleibt.

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Wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine größere Rolle spielen. Die Union käme danach weiterhin auf 37 Prozent und die SPD auf 26 Prozent (plus eins). Die FDP erhielte 14 Prozent (minus eins), die Linke unverändert zehn Prozent, die Grünen erneut neun Prozent und die sonstigen Parteien zusammen ebenfalls wieder vier Prozent.

Pessimismus herrscht nicht nur bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland, die 42 Prozent als schlecht, 49 Prozent als teils gut, teils schlecht und lediglich acht Prozent als gut bezeichnen, sondern auch hinsichtlich der Dauer der Krise. So glauben nur zwölf Prozent, dass die Wirtschaftskrise noch in diesem Jahr überwunden werden kann. Im Februar meinten dies noch 16 Prozent. Die große Mehrheit von 86 Prozent (plus vier) glaubt laut der aktuellen Umfrage, die Krise werde länger dauern.

Damit fällt die Einschätzung noch etwas negativer aus als im Februar. In diesem Zusammenhang sind aber nur 33 Prozent der Meinung, mit den bisherigen Konjunkturmaßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft werde zu wenig getan. Insgesamt halten 32 Prozent die Maßnahmen im Rahmen der Konjunkturpakete für ausreichend und 18 Prozent sogar für zu weitreichend.

Die meisten Politiker wurden im April erneut schlechter bewertet. Angela Merkel liegt weiterhin auf Platz eins der Top-Ten-Liste, sie kommt auf der Skala von plus 5 bis minus 5 auf einen Durchschnittswert von 1,7 (zuvor 1,9). Platz zwei hält Außenminister Steinmeier mit 1,3 (zuvor 1,5), gefolgt von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ebenfalls mit 1,3 (zuvor 1,5). Ihn können allerdings 38 Prozent mangels Bekanntheit nicht beurteilen.

Für das Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 21. bis 23. April 1445 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

afp