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Deutschland / Welt Steinmeier: Frauenrechte sind auch Männersache
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Steinmeier: Frauenrechte sind auch Männersache
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08:43 16.01.2019
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier appelliert an die Männer. Sie sollten sich nicht in ihrer Komfortzone einrichten. (Symbolfoto) Quelle: dpa
Berlin

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hofft darauf, dass sich der stark zurückgegangene Frauenanteil im Bundestag wieder erhöht. Männer müssten sich genauso wie Frauen für Frauenrechte einsetzen, sagte Steinmeier bei einer Matinee zur Erinnerung an 100 Jahre Frauenwahlrecht am Dienstag in Berlin. Männer dürften sich nicht in der Komfortzone einrichten.

Der Frauenanteil im Bundestag ist nach der Bundestagswahl 2017 von 37,3 auf 30,7 Prozent gesunken. So gering war der Anteil weiblicher Abgeordneter zuletzt 1998. Auch auf Länderebene sinkt der Frauenanteil in der Politik, die SPD in Niedersachen denkt über ein Parité-Gesetz nach.

Noch nie eine Frau als Bundespräsidentin

Steinmeier betonte, es könne keine Demokratie als Idee von Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit geben, an der nicht Männer und Frauen gleichermaßen beteiligt seien. Kein Bürgerrecht sei nur einer Hälfte der Menschheit vorbehalten, sagte Steinmeier. Er sprach auch an, dass das Amt des Bundespräsidenten noch nie an eine Frau gegangen ist. Immerhin: „Ich bin eine Quotenfrau“, sagt CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer.

Überall in Deutschland wird derzeit an die Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren erinnert. Frauen nahmen am 19. Januar 1919 erstmals an der Wahl zur verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung teil.

Vor 100 Jahren saßen Frauen zum ersten Mal im Parlament

Das Frauenwahlrecht war im Verlauf der Novemberrevolution proklamiert worden. 82 Prozent der Wählerinnen beteiligten sich. Unter den gewählten 423 Abgeordneten waren 37 Frauen, knapp neun Prozent. Der Frauenanteil war der bis dahin höchste, der weltweit in einem Parlament erreicht worden war.

Von RND/epd

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