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Deutschland / Welt Schwarz-Gelb geht mit Vorsprung auf die Zielgerade
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Schwarz-Gelb geht mit Vorsprung auf die Zielgerade
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22:37 11.09.2009
Von Jörg Kallmeyer
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel Quelle: ddp
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Der Wahlkampf kommt in Schwung, doch die Wähler bleiben gelassen: Zwei Wochen vor der Bundestagswahl gibt es nur wenig Bewegung in den Meinungsumfragen. Nach dem Politbarometer, das die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen am Freitag vorgelegt hat, verliert Schwarz-Gelb leicht an Boden. In der sogenannten Sonntagsfrage geben Union und FDP jeweils einen Prozentpunkt ab, während die Linke zulegt. Trotzdem gäbe es im neuen Bundestag demnach eine Mehrheit für eine schwarz-gelbe Koalition.

CDU und CSU würden in der Sonntagsfrage demnach 36 Prozent der Stimmen erreichen, die FDP 14 Prozent. Die SPD bleibt unverändert bei 23 Prozent. Die Linke verbessert sich um einen Punkt auf elf Prozent und liegt damit gleichauf mit den Grünen, denen unverändert elf Prozent vorhergesagt werden. Die sonstigen Parteien kämen zusammen auf fünf Prozent (plus eins).

In der politischen Stimmung, die längerfristige Parteibindungen und taktische Erwägungen nicht berücksichtigt, fallen die Verluste für die FDP noch deutlicher aus. Hier geben die Liberalen drei Punkte ab und fallen damit auf 13 Prozent. Die Linke gewinnt dagegen drei Punkte hinzu und erreicht nun zwölf Prozent. Die Grünen verlieren einen Punkt auf neun Prozent. Union und SPD bleiben unverändert bei 39 Prozent beziehungsweise bei 23 Prozent.

Nach dem Politbarometer gehen 55 Prozent der Befragten davon aus, dass es nach der Wahl eine Regierungsmehrheit für Schwarz-Gelb geben wird. Das sind drei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Der Anteil derer, die dies bezweifeln, steigt um einen Punkt auf 36 Prozent.

Im Vergleich zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier liegt Merkel mit 61 zu 28 Prozent weiterhin klar vorn. Der Abstand verringerte sich aber um drei Prozentpunkte. In der Rangliste der wichtigsten Politiker führt Merkel weiterhin mit der Einstufung 2,0 (unverändert). Es folgt Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit 1,9 (minus 0,1) vor Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit 1,2 (plus 0,1), Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit 1,0 (plus 0,1) und Steinmeier mit 0,8 (unverändert).

Die Forschungsgruppe Wahlen weist auch bei ihrer vorletzten Umfrage vor dem 27. September darauf hin, dass das Politbarometer nur eine Momentaufnahme ist. Aus den Daten lasse sich keineswegs zwangsläufig auf das Wahlergebnis schließen. So sind sich lediglich 56 Prozent der Befragten sicher, wen sie wählen werden. 16 Prozent sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher, ob es bei ihrer geäußerten Wahlentscheidung bleiben wird. Zusammen 28 Prozent sagen, dass sie gar nicht wählen wollen oder wissen noch nicht, ob und wen sie wählen werden.