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Deutschland / Welt Reeder begrüßen Vorstoß für Militärmission in Straße von Hormus
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Reeder begrüßen Vorstoß für Militärmission in Straße von Hormus
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10:54 24.07.2019
Der britischen Öltanker «Stena Impero» der schwedischen Reederei «Stena Bulk» ankert in dem Hafen von Bandar Abbas. Revolutionsgarden (IRGC) haben nach eigenen Angaben am Freitag, den 20.07.2019 in der Straße von Hormus einen unter britischer Flagge fahrenden Öltanker gestoppt. Quelle: Uncredited/Tasnim News Agency/AP/dpa
Berlin/Hamburg

Die deutschen Reeder haben den britischen Vorstoß für eine europäische Militärmission zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus begrüßt. „Die Überlegung der Briten zu einer Schutzmission ist nachvollziehbar“, sagte Ralf Nagel, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbandes Deutscher Reeder, der Deutschen Presse-Agentur. Die Festsetzung eines britischen Tankers durch den Iran in der strategisch wichtigen Meerenge im Persischen Golf rühre „am Nerv der gesamten zivilen Handelsschifffahrt, nämlich der völkerrechtlich garantierten freien und sicheren Nutzung der Seewege“.

Nagel betonte aber auch, dass der Manövrierraum in den sehr engen internationalen Gewässern sowohl für Handelsschiffe als auch für Militärschiffe „äußerst begrenzt“ sei. „Das erhöht die Gefahr einer Eskalation.“ Nagel begrüßte alle diplomatischen Bemühungen, um zu einer Entspannung der Lage in dem bedeutenden Seegebiet zu kommen. „Es müssen alle diplomatischen Mittel ausgeschöpft werden, um die Sicherheit der völkerrechtlich garantierten freien und sicheren Passage wieder zu gewährleisten, insbesondere die Sicherheit der Seeleute.“

Revolutionsgarden haben Öltanker gestoppt

Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Freitag den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker „Stena Impero“ in der Straße von Hormus mit der Begründung gestoppt, dass er nach einer Kollision mit einem Fischereischiff in iranischen Gewässern einfach weitergefahren sei. Außerdem soll die „Stena Impero“ ihr GPS-System ausgeschaltet und umweltschädigende Materialien an Bord gehabt haben.

Am 4. Juli war in den Gewässern der britischen Exklave Gibraltar der unter der Flagge Panamas fahrende Supertanker „Grace 1“ mit Öl aus dem Iran an die Kette gelegt worden. Der Vorwurf: von der EU untersagte Lieferungen an Syrien. Das Fahrverbot gilt derzeit bis zum 20. August.

Der britische Außenminister Jeremy Hunt hatte angesichts der Spannungen eine europäische Militärmission zum Schutz der Handelsschiffe in der Straße von Hormus angeregt. Ob Deutschland sich daran beteiligen würde, ist noch unklar.

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Von RND/dpa