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Deutschland / Welt Regierungsoffensive in Syrien vertreibt mehr als 400.000 Menschen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Regierungsoffensive in Syrien vertreibt mehr als 400.000 Menschen
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15:05 26.07.2019
Weißhelme des syrischen Zivilschutzes suchen in Trümmern eines zerstörten Gebäudes nach Überlebenden. Quelle: Anas Alkharboutli/dpa
Damaskus

Im Nordwesten Syriens sind seit Beginn einer Regierungsoffensive auf das letzte große Rebellengebiet mehr als 400 000 Menschen vertrieben worden. Die Vereinten Nationen seien angesichts der „dramatischen Eskalation“ der Gewalt ernsthaft besorgt, sagte der Sprecher des UN-Nothilfebüros Ocha in Syrien, David Swanson, am Freitag.

Regierungstruppen hatten Ende April eine Offensive auf das Rebellengebiet um die Stadt Idlib begonnen. Syriens Luftwaffe und ihr Verbündeter Russland fliegen regelmäßig Angriffe.

59 Zivilisten getötet und mehr als 100 verletzt

Anfang der Woche waren in dem Gebiet bei Bombardierungen aus der Luft nach UN-Angaben mindestens 59 Zivilisten getötet und mehr als 100 verletzt worden. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, kritisierte am Freitag, die Angriffe der Regierung und ihrer Verbündeten träfen immer wieder Kliniken, schulen und andere zivile Infrastruktur. Angesichts des sich wiederholenden Musters sei es unwahrscheinlich, dass es sich dabei um Zufall handele.

Lesen Sie auch: Aktivisten sprechen von mindestens 20 Toten durch Luftangriffe in Syrien

Die Region um Idlib wird von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) dominiert. Syrische Regierungsanhänger konnten seit Beginn der Offensive vor drei Monaten kaum Geländegewinne erzielen. Nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben in den vergangenen drei Monaten mehr als 2700 Menschen. In der Region leben rund drei Millionen Zivilisten, etwa die Hälfte von ihnen Vertriebene. Helfen beklagen die dramatische humanitäre Lage der Menschen.

Der Bürgerkrieg in Syrien war 2011 ausgebrochen, als die Regierung mit Gewalt gegen Demonstrationen vorging. Mittlerweile kontrollieren die Anhänger der Regierung von Machthaber Baschar al-Assad und ihre Verbündeten wieder fast zwei Drittel des Landes.

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Von RND/dpa

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