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Deutschland / Welt Regierung will Ausbildungsplatz für jeden Jugendlichen
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14:25 23.04.2009
Bildungsministerin Annette Schavan Quelle: Michael Gottschalk/ddp
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„Jeder Jugendliche braucht ein Angebot zur Ausbildung und Qualifizierung“, sagte Schavan bei der Vorstellung des Berufsbildungsberichts 2009 am Donnerstag im Bundestag.

Schavan hob hervor, die Bilanz für das Jahr 2008 zeige, dass der Ausbildungspakt von Regierung und Wirtschaft wirke. Erstmals seit 2001 habe die Anzahl der unbesetzten Ausbildungsplätze die Zahl der noch unversorgten Bewerber übertroffen. Die Ministerin appellierte an die Wirtschaft, weiter auszubilden. „Wer in wirtschaftlich guten Zeiten nicht ausbildet, dem fehlen in wirtschaftlich guten Zeiten Fachkräfte.“

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Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) bekräftigte: „Wir wollen mehr als 600 000 Ausbildungsverträge auch in diesem Jahr.“ Er wies auf den Zusammenhang zwischen Bildung und Arbeitsmarkt hin. Fast 500 000 Arbeitslose hätten keinen Schulabschluss. „Im Bildungssystem liegt etwas im Argen.“

FDP, Linke und Grüne kritisierten, die Bundesregierung beschönige die Zahlen. Es bedürfe einer Riesenanstrengung, „dass aus der Wirtschafts- und Finanzkrise nicht noch eine Ausbildungskrise wird“, sagte der FDP-Bildungsexperte Patrick Meinhardt.

Zwischen dem 1. Oktober 2007 und dem 30. September 2008 wurden dem Bildungsbericht zufolge rund 616 000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Im Vergleich zum Jahr zuvor sind dies rund 9600 Verträge oder 1,5 Prozent weniger. Gleichzeitig sank auch die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen. Auf rund 14 500 unversorgte Bewerber kamen rund 19 500 unbesetzte Ausbildungsplätze.

ddp