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Deutschland / Welt Polizeigewerkschaft besorgt über linksextreme Gewalt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Polizeigewerkschaft besorgt über linksextreme Gewalt
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11:50 28.12.2009
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Dieser neuerliche Anschlag habe gezeigt, dass „die Attentäter nicht davor zurückschrecken, Menschen zu töten“, sagte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt am Montag. Es werde deshalb „höchste Zeit“, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernehme.

Unbekannte hatten in der Nacht zu Sonntag vier Gaskartuschen im Eingangsbereich der DPolG-Landesgeschäftsstelle in der Calvinstraße im Berliner Stadtteil Moabit gezündet. Zwei Kartuschen detonierten und richten Sachschaden an. Verletzt wurde niemand. Der polizeiliche Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) hat die Ermittlungen übernommen. Bereits vor mehreren Monaten war ein Fahrzeug der DPolG auf dem Hinterhof der Berliner Landeszentrale in Brand gesteckt worden.

Die Gewerkschaft fordert nun vor allem länderübergreifende Ermittlungen, um die Strukturen der Gruppen aufzudecken, die für derartige Anschläge verantwortlich seien. Schwerpunkte bildeten „zweifellos“ Berlin und Hamburg. Niemand könne ausschließen, dass es dieselben Netzwerke seien, die dort „gemeinsam planen und gezielt Anschläge ausführen“.

Wendt führte an, der Staat müsse mit allen Kräften, mit modernster Technik und Ermittlungsarbeit, die Täter aufspüren. Vor allem sollte verhindert werden, dass sich „feste terroristische Banden etablieren, die das ganze Land dann wieder jahrelang wie zu Zeiten der Rote Armee Fraktion (RAF) mit Toten und Verletzten in Atem halten“.

ddp