Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Qualifizierung soll zu Standortvorteil für Deutschland werden
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Qualifizierung soll zu Standortvorteil für Deutschland werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 09.05.2019
Bund, Länder und Sozialpartner arbeiten an einer Nationalen Weiterbildungsstrategie. Quelle: Andrea Warnecke/dpa
Berlin

Die Bundesregierung will gemeinsam mit Arbeitgebern und Gewerkschaften die Weiterbildung in Deutschland ausbauen, indem sie die Förderung verbessert, die Verantwortung der Sozialpartner stärkt und zur Transparenz von Weiterbildungsangeboten beiträgt. Damit zeichnen sich nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) erste Punkte der Nationalen Weiterbildungsstrategie ab, die gerade erarbeitet wird und noch vor der Sommerpause vom Bundeskabinett beschlossen werden soll.

„Eine nationale Weiterbildungskultur kann im internationalen Wettbewerb zum elementaren Standortvorteil werden und gesamtwirtschaftlich mehr Wachstum und Wohlstand schaffen“, heißt es in einem Diskussionspapier von Regierung, Sozialpartnern und Ländern, das als Basis für die weiteren Gespräche zur Erarbeitung der Nationalen Weiterbildungsstrategie dient und dem RND vorliegt. In der sich rasant verändernden Arbeitswelt solle Weiterbildung „Chance und Schutz im Wandel“ schaffen, heißt es in dem Papier weiter.

Kann ein neues Internetportal helfen?

Mit der Nationalen Weiterbildungsstrategie soll darauf reagiert werden, dass sich viele Jobs durch die Digitalisierung verändern. Die Verantwortung für die betriebliche Weiterbildung liege zwar bei den Unternehmen, heißt es – allerdings müssten, so das umrissene Ziel, auch der Staat und die Sozialpartner zum Gelingen des Prozesses beitragen. Das Bundesarbeitsministerium dringt in diesem Prozess auf ein Recht auf Weiterbildung, das zum Beispiel über staatlich geförderte Bildungszeiten und Bildungsteilzeiten für Arbeitnehmer Gestalt annehmen könnte. Der Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht zudem ohnehin vor, das Initiativrecht der Betriebsräte für die Weiterbildung zu stärken.

Die Suche nach passenden Weiterbildungsangeboten soll nach dem Willen von Bundesregierung, Ländern und Sozialpartnern vereinfacht werden. „Wichtig ist, die Übersichtlichkeit und Transparenz des Marktes zu verbessern“, heißt es in dem gemeinsamen Diskussionspapier. In der Diskussion ist dabei offenbar, dass Bund, Länder und Sozialpartner zu diesem Zweck gemeinsam ein übergreifendes Internetportal entwickeln.

Lesen Sie auch einen Kommentar zur Sozialpolitik: Die große Koalition macht ihre Hausaufgaben nicht

Von Rasmus Buchsteiner und Tobias Peter/RND

An diesem Donnerstag wird die neue Steuerschätzung vorgelegt. Erwartet werden diesmal keine gute Nachrichten zur Finanzlage. Die Union erteilt den SPD-Plänen für eine steuerfinanzierte Grundrente schon einmal eine Absage.

09.05.2019

An diesem Donnerstag berät der Bundestag erstmals über Regierungspläne für ein Fachkräftezuwanderungsgesetz. Die Bundesagentur warnt davor, dass künftig deutlich weniger Arbeitsmigranten aus anderen Ländern Europas nach Deutschland kommen könnten.

09.05.2019

Bereits seit 2011 sind Klagen gegen Kinderlärm aus Kitas oder von Spielplätzen chancenlos. Denn Kinderlärm gilt per Gesetz nicht als schädlich. Das gilt aber nicht für Sportplätze. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen will das über eine Bundesratsinitiative ändern.

09.05.2019