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Deutschland / Welt Petry-Ehemann unterliegt vor Gericht
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Petry-Ehemann unterliegt vor Gericht
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18:17 08.12.2017
Der ehemalige Landes- und Fraktionschef der AfD in Nordrhein-Westfalen, Marcus Pretzell. Quelle: dpa
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München

Zu den pikanten Details des langen Abschieds Frauke Petrys von der AfD gehört der Streit mit ihrem früheren Mitarbeiter Michael Klonovsky. Der „Focus“-Redakteur hatte im Juli 2016 angefangen, für die damalige Parteivorsitzende Petry zu arbeiten. Da er mehr verdienen wollte, heuerte er parallel bei ihrem Ehemann Marcus Pretzell an. Nach wenigen Monaten überwarf sich dieses Trio. Kurz vor dem Kölner Parteitag der AfD im April 2017 veröffentlichte Klonovsky ein scharfes Schreiben auf seinem Blog. Petry und Pretzell nannte er nach dem berüchtigten Räuberpärchen „Bonnie und Clyde der AfD“, Pretzell bezeichnete er zudem als „Filou“.

Parallel dazu machte Klonovsky öffentlich, dass Pretzell ihm Honorar und Sozialversicherungsbeiträge in fünfstelliger Höhe schuldig geblieben sei. Klonovsky zerrte Pretzell vors Arbeitsgericht München. Pretzell erschien jedoch nicht zum Gerichtstermin an diesem Donnerstag. Daher erließ das Gericht ein „Versäumnisurteil“, teilte eine Gerichtssprecherin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit. Klonovsky bekommt erst einmal in allen Punkten Recht. Pretzell sagte dem RND, er werde Einspruch gegen das Urteil einlegen.

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Nach Ende seiner Verträge mit dem damaligen Prinzenpaar der AfD wechselte Klonovsky im Juni 2017 zu Petrys internem Widersacher Jörg Meuthen.

Petry und Pretzell treiben derweil ihr neues Projekt „Bürgerforum Blaue Wende“ voran. An diesem Wochenende ist das erste Treffen in Berlin angesetzt.

Von Jan Sternberg/RND

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