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Deutschland / Welt Peinlicher Wahlkampf: Fremdschäm-Momente deutscher Politiker
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16:35 04.07.2019
Auf Youtube will die CDU um junge Wähler buhlen. Mit einem bizarren Song. Quelle: Screenshot Youtube
Potsdam

Sie singen, sie posieren, sie kochen Marmelade. Um im Wahlkampf auf sich aufmerksam zu machen, legen sich Politiker richtig ins Zeug – und setzten sich dabei manches Mal in die Nesseln. Jüngstes Beispiel: der „Ingo-Song“, in dem Ingo Senftleben, Spitzenkandidat der Brandenburger CDU, mit Zeilen wie „Haut Verbrechern auf den Po? Ingo! Ingo!“ besungen wird. Seitdem das Lied die sozialen Netzwerke erreicht hat, wird kräftig gespottet. Trost für Ingo: Er ist mit der Blamage in guter Gesellschaft.

Lorenz Caffier – C wie Zukunft

2011 brachte der Wahlkampfslogan „C wie Zukunft“ der CDU in Mecklenburg-Vorpommern hämische Reaktionen im Internet ein. Als die Partei später erklärte, dass sich das C hauptsächlich auf die CDU sowie Spitzenkandidat Lorenz Caffier beziehe, war es schon zu spät. Auf einer eigens dafür gebauten Homepage sowie auf Facebook amüsierten sich die Nutzer mit Kommentaren wie „C wie Wahlkampfdebakel“, „C wie Helmut Cohl“ und „C wie: ich kaufe ein Z“.

Rebecca Hummel und die Erdbeermarmelade

Als frühe Influencerin versuchte sich 2013 Bundestagskandidatin Rebecca Hummel (SPD). Unter dem Slogan „Denn Rot schmeckt gut“ zeigte sie sich in einem Video in feinster Fernseh-Koch-Marnier bei der Zubereitung von Marmelade. Rezeptanleitung natürlich inklusive. Besonders wichtig: der rote Trichter zum Abfüllen.

Darüber, wie ihr Werk hinterher geschmeckt hat, gibt es leider keine Quellen. Dafür fand Hummel Nachahmer. Vier Jungliberale aus Thüringen stellten unter dem Motto „Denn roh schmeckt gut“ ein Mettigel-Rezept online. Hummel ließ sich davon nicht unterkriegen – ihr Video ist noch immer verfügbar.

Vera Lengsfeld – wir haben mehr zu bieten

Wahlkampf mit Merkel-Dekollete. Die ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Vera Lengsfeld war 2009 ganz stolz auf ihre Idee. Unter der Überschrift „Wir haben mehr zu bieten“ zeigte sie sich auf einem Wahlplakat mit Angela Merkel. Beide mit tiefem Ausschnitt. Die Erlaubnis der Bundeskanzlerin hatte sich Lengsfeld zuvor nicht eingeholt. „Dann hätte das jeder haben wollen“, sagte sie damals der „Süddeutschen Zeitung“.

Jürgen Rüttgers: Kinder statt Inder

CDU-Politiker Jürgen Rüttgers sagte im NRW-Landtagswahlkampf im Jahr 2000 in einem Interview: „Statt Inder an die Computer müssen unsere Kinder an die Computer“ und schuf damit die Schlagzeile „Kinder statt Inder“. Rüttgers wurde daraufhin Ausländerfeindlichkeit vorgeworfen worden, er verteidigte seinen verbalen Fehltritt aber lange und legte 2009 mit einer Bemerkung über Rumänen nach.

Fabian K. Giersdorf: Chabos wissen, wer der Babo ist

Die CSU und das Internet waren schon 2014 kein Traumpaar. CSU-Kandidat Fabian Giersdorf wollte in den Kommunalwahlen besonders hip wirken und entschied sich für den Slogan: „Chabos wissen, wer der Babo ist“ – und musste im Nachhinein einen Shitstorm über sich ergehen lassen.

Unter anderem schrieb der Rapper Haftbefehl, auf dessen Lied Giersdorf sich bezogen hatte, auf Facebook: Ich (...) frage mich, wie man meinen Songtitel ausnutzen kann, um neue Wähler für sich zu gewinnen?" Der junge CSUler zeigte sich hinterher geknickt. Er habe Humor und Nähe zur Jugend beweisen wollen. "Meinem größten Feind würde ich so etwas nicht wünschen", sagte er N24.

Von RND/hgw

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